Wie die Bären nach Himmelblau kamen

Bärenmädchen Sali (Kinderbuch Leuchtturm der Abenteuer)

Das Bärenmädchen Sali erzählt die Geschichte ihres Volkes

Das Bärenmädchen Sali erzählt, wie die Bären nach Himmelblau kamen (Kinderbuch)Hallo, ich bin Sali, 9 Jahre alt und ein Bärenmädchen vom Planeten Himmelblau. Auf Himmelblau gibt es Magie. Sie kommt von einem magischen Kristall, der als Meteorit aus dem Weltall auf Himmelblau gestürzt ist. Mit dieser Magie können wir zu anderen Planeten reisen.

Ich bin Zauberschülerin und reise durch das Astloch einer magischen Eiche zu fremden Orten. Ich zaubere mich so klein, dass ich in das Astloch passe. Dann krabbel ich hinein. In der Eiche gibt es lange Gänge, die zu vielen spannenden Orten führen, auch auf die Erde.

Vor langer Zeit krabbelte ein kleiner Braunbär namens Bali durch ein sehr großes Astloch einer Eiche und landete auf Himmelblau. Seine kleine Freundin Sali (ja, ich wurde nach ihr benannt) folgte seinen Spuren und jetzt war er nicht mehr alleine. Bali und Sali fanden das Paradies und waren glücklich. Als sie groß wurden, bekamen sie viele Kinder. Hin und wieder verirrte sich ein weiterer Bär nach Himmelblau. Das war gut, denn ohne die Neuen wären die Himmelblau-Bären schnell ausgestorben. Insgesamt kamen neun männliche Bären (und etliche weibliche) nach Himmelblau. Sie waren die Stammväter der neun Bärenvölker, die das Vulkanland besiedelten. So steht es geschrieben in den Alten Schriften.

Doch dann gab es eine große Katastrophe. Unser Nachbarplanet Dunkelblau wurde zerstört und sein grüner Mond flog direkt auf uns zu. Der magische Kristall hat uns vor der Zerstörung bewahrt, doch es gab eine Sintflut und viele Bären starben. Der Mond hat Himmelblau durcheinandergewirbelt und seitdem hat unser Planet zwei Seiten – eine helle und eine dunkle. Die Bären wohnen auf dem großen Kontinent auf der dunklen Seite. Leider heißt diese Seite nicht ohne Grund so, denn dort geht niemals die Sonne auf. Das ist sehr schlimm, weil ohne Sonne wachsen keine Pflanzen. Viele Bären verhungerten.

Weltkarte von Himmelblau (Kinderbuch Leuchtturm der Abenteuer)

Jetzt hätten die Bären ja auf die helle Seite auswandern können, doch das war gar nicht so einfach. Die helle und die dunkle Seite wurden von einem ewigen Sturm voneinander getrennt. Dieser Sturm zieht sich als Ring um den ganzen Planeten und deshalb nennen wir ihn »Ring der Stürme«. Die Bären waren gefangen und ihr Ende war nur eine Frage der Zeit. Das Leben war hart und Nahrung fanden sie nur im Meer. Doch die Fische waren schlau und ließen sich nicht einfach mit der Pranke aus dem Wasser schlagen. Sie schwammen im tiefen Wasser, wo ein Bär nur mühsam stehen konnte. So lernten meine Vorfahren den aufrechten Gang und irgendwann gingen sie auch an Land so.

Aber die Fische wurden immer schlauer und auch im tiefen Wasser waren sie immer schwieriger zu fangen. Plötzlich veränderten sich meine Vorfahren. An ihren Pfoten hatten sie jetzt einen Daumen, mit dem sie greifen konnten. Wir haben uns weiter entwickelt und für uns Himmelblau-Bären sind die Bären von der Erde jetzt so etwas wie die Affen für die Menschen. Es sind unsere Vorfahren und sie sind süß, aber irgendwie sind sie uns auch peinlich. Gab es wirklich mal eine Zeit, in der wir nicht reden konnten? Und was haben wir den ganzen Tag gemacht, außer zu fressen?

Diese Zeit ist lange vorbei und seitdem haben wir gelernt, Dinge zu bauen. Angeln, Harpunen, Schiffe – ja sogar Roboter und Raumschiffe. Wir wollten nicht mehr einfach nur leben oder überleben. Wir wollten etwas ERLEBEN. Und das tun wir jeden Tag. Wenn du miterleben möchtest, was ich schon alles erlebt habe, dann schau mal in die Neuen Schriften der Bären, auf der Erde nennt ihr sie „Leuchtturm der Abenteuer“.

Zum Abschluss ein Zauberspruch:

Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, der Dinge viele sind jetzt hier.
So schnell ein Hase hoppelt, gibt’s die Sachen doppelt.

In meinen Büchern kannst Du nachlesen, wie ich … nun ja … die Welt rette. Ganz ehrlich, ich hab mir das nicht ausgesucht und ohne meine Freunde hätte ich das auch nie geschafft. Wenn ich keine Freunde gehabt hätte, dann wäre ich heute entweder verrückt oder tot. Hast Du Freunde? Dann freu Dich und kümmere Dich um sie. Vielleicht retten sie ja eines Tages mal Dein Leben.

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Die Magie der Kinderbücher

Die Magie der Kinderbücher

Die Leuchtturm der Abenteuer-Kinderbuch-Reihe motiviert mit ihren spannenden und lustigen Abenteuergeschichten zum Lesen. Doch die Bücher regen auch zum Nachdenken an und vermitteln moralische Werte. Ernste Themen werden nicht ausgeklammert, doch wenn sie behandelt werden, schüren sie die Hoffnung, dass selbst das finsterste Tal irgendwann einmal durchschritten ist. In den Kinderbüchern werden neben der spannenden Haupthandlung auch schwierige Themen, tragische Schicksale und Legenden von unsterblicher Liebe behandelt, welche die Magie der Abenteuer ausmachen.

Schwierige Themen

Es gibt Dinge im Leben, die schmerzhaft sind und bleiben, bei allem Optimismus. Dazu gehört der Verlust eines lieben Wesens. Solche Themen gehören ebenfalls in Kinderbücher, denn sie betreffen die Realität unserer Kinder. Auch der Elfenjunge Purzel muss in „Der Stein der Riesen“ mit dem Verlust seines Riesen-Schmetterlings Sausi fertigwerden, seinem treuen Wegbegleiter, den er mit einer kleinen Pfeife jederzeit rufen konnte. Zusammen mit seiner Freundin Sali hilft er Sausi, noch einmal zu fliegen. Der letzte Flug eines magischen Wesens geht zum ewigen Regenbogen am Nordpol, der ins Jenseits führen soll.

Der ewige Regenbogen (Magie der Kinderbücher)

»Wir sehen uns im Regenbogen«, ruft Purzel seiner geliebten Sausi mit Tränen in den Augen hinterher. Sali greift nach seiner Hand und drückt sie.
Am Ende der Buchreihe halte ich für Purzel jedoch noch eine Überraschung bereit. Eine Überraschung namens Leben.
Michael schaut hin und erkennt einen Schmetterlingsschwarm. Einige flattern auch durch das Kolosseum. Sie sind so groß wie Schmetterlinge von der Erde und alle haben rosafarbene Flügel.
»Wow«, sagt Michael, »die sind schön.«
»Die Jungen sind geschlüpft«, seufzt Purzel und spielt an seiner Halskette mit der Pfeife herum.
»Da sind bestimmt auch Sausis Kinder dabei«, sagt Sali und legt ihre Pfote auf Purzels Schulter.
»Ja«, sagt Purzel und eine Träne kullert über sein Gesicht.
»Puste in die Pfeife«, sagt Sali.
»Was soll das bringen?«, fragt Purzel. »Sausi war der einzige Schmetterling auf Himmelblau, der so zutraulich war und …«, er schluckt, »… und der mich geliebt hat.«
»Puste in die Pfeife«, wiederholt Sali.
Purzel hält sich die Pfeife an den Mund und holt Luft. Dann pustet er hinein.
Ob ein Schmetterling auf Purzels Ruf reagiert?

Das tragische Schicksal eines kleinen Bären

In meinen Büchern erzähle ich auch von tragischen Schicksalen, die zum Nachdenken anregen.

So gab es den kleinen Bären Zali, der in den Vulkanbergen lebte. Mit fünf Jahren war er von Zuhause fortgelaufen und hatte versehentlich bei Vollmond in den Schwarzen See geblickt. Dort sah er den bösen Mondgeist und wurde von ihm verflucht. Fortan war er ein Diener des Schattens und trug den Namen Zata. Erst tausende Jahre später rettete ihm das kleine Bärenmädchen Sali mit einem raffinierten Zauberspruch seine verlorene Seele. Sie verwandelte ihn wieder in den unschuldigen Fünfjährigen und schickte ihn heim zu seinen Eltern.

Ein Stern wird dich leiten
bei der Reise durch die Zeiten
Er wird strahlen so hell
und du bist ganz schnell
daheim und zurück
in einer Zeit voll Glück

Dort gab es ihn nun doppelt und er war überzeugt davon, dass er dem bösen Zauberer Zata niemals begegnen durfte, weil sonst etwas Schreckliches geschehen würde. Viele Bären hielten ihn deshalb für verrückt, dennoch gewann er den ersten Krieg gegen die Bruderschaft vom grünen Mond. Er heilte alle verfluchten Bären und änderte damit die Geschichte Himmelblaus (im Anhang von Band 5 und 6 stehen diese historischen Ereignisse. Wenn man sie miteinander vergleicht, erkennt man die feinen Unterschiede).

Doch das finstere Zeitalter des Zauberers Zata ließ sich nicht aufhalten und so ging Zali ins Exil in die Kristallstadt, die Elfenhauptstadt. Dort stand er jeden Tag am Meer und blickte zum Horizont, voller Sehnsucht nach seiner alten, verlorenen Heimat. Eine Statue im Hafen der Kristallstadt erinnert heute daran und zeigt ihn, wie er traurig in die Ferne schaut.

Die unsterbliche Liebe eines Königs

Eine andere Legende in meinen Kinderbüchern handelt von König Purzel. König Purzel war ein weiser König und Kriegsherr. Doch als seine Frau Elise starb, zerbrach sein Herz. Er wurde krank, verlor seinen Lebenswillen und wollte niemanden mehr sehen. Sein Zauberer baute daraufhin die magische Meisterlampe, um ihm eine Freude zu machen. Sein König sollte endlich wieder glücklich sein. Einer alten Legende nach führt die Lampe zu einem ganz besonderen Ort: ins Regenbogenland. Auf Himmelblau nennt man so das Jenseits.

Als König Purzel ins Licht der Meisterlampe schaute, um seiner geliebten Frau Elise ins Jenseits zu folgen, wurde bei den Riesen ein Kind geboren. Als es sprechen konnte, sagte es immer wieder den Namen ›Elise‹. Im Kindergarten suchte es die Nähe zu einem nur wenige Monate zuvor geborenen Riesenmädchen. Die beiden waren ein Herz und eine Seele und niemand vermochte es, sie zu trennen. Als sie erwachsen waren, heirateten sie und lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage.

»Seine geliebte Elise war nicht im Jenseits«, sagte Lena, als sie von der Legende hörte, »ihre Seele wurde als Riesenmädchen wiedergeboren und auch seine Seele wurde wiedergeboren. Die Lampe hat sie wiedervereint, so stark war ihre Liebe. Das ist sooo romantisch.«

Am Ende fanden die Kinder heraus, dass die Meisterlampe gar nicht in Jenseits führte, sondern an den Ort des Glücks, der für jeden sehr individuell ist. Sie fanden auch den Zauberspruch, der diese magische Taschenlampe erschaffen hatte:

Die Lampe öffnet alle Türen
und ihr Licht wird dich führen
durch Raum und Zeit
zum Ort der Glückseligkeit

Ich wünsche den Lesern meiner Kinderbücher, dass sie ihren Ort des Glücks schon gefunden haben oder bald finden werden!

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Pressemitteilung zu zwei Neuerscheinungen

Pressemitteilung zu zwei Neuerscheinungen

Neue Hardcover-Ausgaben der Kinderbuch-Reihe im Buchhandel

Der Berliner Verlag Karim Pieritz vervollständigt mit zwei Neuerscheinungen die Hardcover-Ausgaben seiner Kinderbuch-Reihe „Leuchtturm der Abenteuer“.

Zwei Novitäten vervollständigen in diesem Sommer die Hardcover-Ausgaben der Kinderbuch-Reihe für Leseanfänger ab 6 Jahren. Die erste Neuerscheinung „Der Stein der Riesen“ ist der fünfte Band der Reihe. Das illustrierte Buch richtet sich an Kinder ab 8 Jahren und hat einen Umfang von 180 Seiten. Michael und seine Freunde fliegen mit einem Weihnachtsschlitten nach Himmelblau. Am Leuchtturm stürzen sie ab und jetzt ist ihr Schlitten zerstört. Die Magie funktioniert auch nicht mehr richtig und eine Rückkehr zur Erde ist unmöglich! Das Bärenmädchen Sali erzählt ihnen, dass ein böser Eisdrache alle Erwachsenen und den magischen Kristall eingefroren hat. Die einzige Hoffnung ist eine „singende Murmel“ der Riesen, doch dafür müssen die Kinder in den gefährlichen Norden.

Die zweite Neuerscheinung „Kampf um Himmelblau“ ist der sechste Band der Reihe und hat einen Umfang von 200 Seiten. Die Handlung schließt nahtlos an den vorherigen Teil an. Jetzt sind die Helden auf dem „grünen Mond“, um Salis Mutter aus einer Drachenhöhle zu retten. Doch wie sollen sie mit dem bösen Drachen fertigwerden? Diesmal müssen die Kinder gegen fiese Raketenschnecken, Zauberer, Mumien, Kampfroboter und Zombie-Ritter antreten. Erlebt mit Michael und seinen Freunden den entscheidenden Kampf um Himmelblau.

Mit klassischen Abenteuerthemen und Rettungsmissionen spricht der Autor insbesondere Jungen an. Seine Leser können sich leicht mit den coolen Helden identifizieren. Die Abenteurer treffen auf böse Mächte, die den Planeten ausbeuten und zerstören wollen. Sie setzen ihre Freundschaft und Hilfsbereitschaft dagegen, überwinden ihre Ängste und lösen mit ihrer Fantasie schwierige Probleme.

Die Geschichten der Reihe motivieren aufgrund des spannenden Inhalts, der kindgerechten Wortwahl und der Illustrationen zum Lesen. Die Buchreihe ermöglicht es den Kindern, mit den Abenteuern zu wachsen und das Leseniveau von Buch zu Buch zu steigern. Ein Quiz am Ende hilft, die Handlung nachzuvollziehen. Quizfragen zu den sechs Bänden der Reihe können auch von Schülern auf dem Leseförderportal Antolin beantwortet werden.

Die Kinderbuch-Reihe als illustrierte Hardcover-Ausgaben:

Kinderbuch-Reihe ab 6 Jahren als Hardcover

Erlebnisbericht von der Buch Berlin 2015

Erlebnisbericht von der Buch Berlin 2015

Mein Bericht von der Buch Berlin 2015

Die Buch Berlin letztes Wochenende begann für mich schon Freitag Früh bei einer Lesung in einer Wilmersdorfer Grundschule. Ich durfte auf einem urgemütlichen blauen Sessel Platznehmen, der mir das Gefühl vermittelte, er wäre magisch und ich könnte mit ihm davonfliegen. Ich las aus „Die Reise nach Himmelblau“ und 50 Erst- und Zweitklässler hörten mir gespannt zu. Im Anschluss stürmten ungefähr 20 Kinder gleichzeitig los und hielten mir ihr Taschengeld unter die Nase. So was hatte ich mit wenigen Kindern zwar schon erlebt, doch noch nie mit so vielen auf einmal. Dann war da dieses Mädchen, das kein Geld hatte und versprach, zur Buchmesse zu kommen. Ich sagte ihr, dass ich mich freuen würde, war mir aber sicher, dass ihre Eltern andere Pläne hätten.

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Dann kam die Messe. Mein supergeniales Kistenkonzept (nicht mehr Bücher in eine Kiste, als ich hochheben kann) ersparten mir und meiner Frau einen Rückenschaden und so verlief der Messeaufbau ohne altersbedingte Schmerzen. In einem Vortrag von Juliane Jacobsen über Kinderbuchlesungen konnte ich auch noch nützliche Dinge erfahren, z.B. zur direkten Einbindung der Zuhörer ins Geschehen und ihrer emotionalen Bindung an die Helden.

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Die erste und sehr exklusive Lesung am Samstag

In meiner ersten Lesung am Samstag kamen nur zwei Kinder. Wie ein Entertainment-Profi las ich natürlich trotzdem, denn auch nur ein Zuhörer ist ein Zuhörer und mit diesem kleinen Publikum hatte ich ja einst begonnen. Eines der Kinder – ein Junge – fragte mich bei der Lesung, warum ich einfach so viele Seiten überblättere. Ich sagte darauf spontan, dass die Stellen nicht wichtig sind. Ein schwerer Fehler! Als er später zum Stand kam und das Buch kaufte, fragte er, wo er denn weiterlesen muss. Da musste ich ihm erklären, dass die überblätterten Seiten schon wichtig waren, nur eben nicht in diesem Moment. Künftig werde ich das gleich so sagen 🙂

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Am Stand von „Leuchtturm der Abenteuer“

Am Stand hatte ich auch viele lustige Erlebnisse. Ein  Mädchen schaute sich neugierig meine Bücher an. „Die kenne ich“, sagte sie, „ein Mitschüler hat mir davon erzählt“. Da wurde ich neugierig und wollte mehr wissen. „Woher kommst du denn?“, fragte ich. „Aus Brandenburg“ (Stadt), antwortete sie und Oliver Welke würde jetzt vermutlich einen bösen Spruch dazu machen. Dennoch war ich baff, so wie damals, als eine Bücherei aus Königs Wusterhausen alle meine Bücher bestellt hatte. Vielleicht bin ich in Brandenburg (Land) ja schon eine Berühmtheit und bekomme das in Berlin nicht mit? Sie interessierte sich für „Hüter des Kristalls“. Ich erzählte ihr von Tim. Er wünscht sich im Schlaraffenland, er könnte schneller die vielen Leckereien essen. Daraufhin düsen fliegende Gummibärchen direkt in seinen Bauch und er wird immer dicker … Dann düste sie wie eine Rakete zu ihren Eltern und kaufte schließlich das Buch.

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Die zweite Lesung am Sonntag war rappelvoll

Am Sonntag machte ich bei meinen Käufern am Stand mehr Werbung für die Lesung und es wurde nicht voller als zuvor, sondern rappelvoll. Ich las allerdings auch direkt vor Klaus Baumgart, dem Autor von Lauras Stern. Diese Lesung wollte ich dann auch nicht verpassen und so blieb ich mit meinem Sohn gleich da und lernte viel über die Geschichte eines Bestsellers vom Profi persönlich.

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Klaus Baumgart erzählt von „Lauras Stern“

Am Ende kam noch das kleine Mädchen vom Freitag mit ihren Eltern im Schlepptau und kaufte „Die Reise nach Himmelblau“. Die schönen Erlebnisse mit meinen jungen Lesern und Zuhörern sind nicht zu toppen, doch auch mit den erwachsenen Messe-Teilnehmern und Besuchern habe ich viele positive Dinge erlebt. So zeigte mir eine Autorin am Nachbarstand ihr Bilderbuch für Kleinkinder. Als ich es las, wurde mir plötzlich klar, welche Kinderbücher ich mir für meinen Verlag wünsche. Es sind Bücher mit Magie, die ein wohliges Gefühl vermitteln, die von Liebe und Freundschaft erzählen und eine Moral enthalten. Eines habe ich jetzt gefunden und es kommt vielleicht schon Anfang nächsten Jahres heraus. Ich habe nette Leute kennen gelernt und mich mit ihnen vernetzt. Auch in Brandenburg (Land) habe ich neue Kontakte geknüpft. Im März werde ich dort bei einem spannenden Event aktiv werden (Näheres dazu verrate ich bald).

Meine Befürchtung, auf einer Großveranstaltung wie einer Messe unterzugehen, hat sich nicht bewahrheitet. Es waren drei schöne Tage, dafür ein herzliches Dankeschön an die Organisatoren, ich komme gerne wieder!

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Mein Autoren-Interview bei der Leser-Welt

Mein Autoren-Interview bei der Leser-Welt

Ein Interview mit mir wurde jetzt bei Leser-Welt.de veröffentlicht. Dass mein Interview jetzt neben den Interviews von so erfolgreichen Autoren wie Wolfgang Hohlbein zu finden ist, erfreut mich sehr.

Anbei ein Auszug:

Ich schätze an deinen Geschichten den Reichtum an „fantastischen“ Ideen und die wissenschaftliche Genauigkeit. Wie erklärst du dir den Erfolg deiner Erzählungen?

Mein Slogan lautet: spannende, magische und lustige Kinderbücher. Diese drei Punkte sind für mich von großer Bedeutung, da ich selbst solche Geschichten auch gerne lese, höre oder sehe.

Wenn man eine Geschichte in einer gewöhnlichen Welt beginnt, kann sich der Leser sehr gut in den Helden hineinversetzen. Dann geschieht etwas Fantastisches. Die Kunst ist es, dieses Ereignis so glaubwürdig wie möglich zu beschreiben und zu erklären. Erst dann kann der Leser sich vorstellen, dass es wirklich so passieren könnte und das macht es so spannend.

In das magische Transportsystem meines Universums habe ich viel Zeit investiert. In der Wissenschaft gibt es Theorien, die einen Informationsfluss jenseits aller Geschwindigkeitsbeschränkungen ermöglichen. Das Problem ist, dass die miteinander „verschränkten“ Objekte erst einmal auf gewöhnliche Weise durch die unendlichen Weiten des Alls transportiert werden müssen. Dieses Problem löse ich mit einem Raumschiff, dass durch einen ausgemusterten Kampfroboter gesteuert wird.

Man könnte fragen, warum ich es so kompliziert mache. Warum zaubern die Magier meines Universums nicht einfach ohne Regeln? Die Antwort ist einfach: Jedes Kind lernt schon im Kindergarten, dass die Welt nicht ohne Regeln funktioniert. Wieso sollte die magische Zauberwelt da eine Ausnahme machen? Das entspricht ja nicht dem alltäglich Erlebten und die Magie wird dadurch unglaubwürdig.

Ein spannendes Ereignis in einer magischen Welt mit Regeln reicht aber nicht aus, um eine gute Geschichte zu erzählen. Ich liebe es, eine perfekte Welt dieser Art aufzubauen und dann meine Charaktere auf sie loszulassen. So ist insbesondere Michaels bester Freund Tim die ideale Besetzung für lustige Erlebnisse. Er ist ein Draufgänger und von der Art Mensch, der erst auf den großen roten Knopf drückt und danach das Schild „bitte nicht drücken“ liest. Michael ist dann meist derjenige, der Tim (und die übrige Welt) retten muss. Nur durch solche Charaktere beginnt das Universum zu leben und die Handlung setzt ein.

Aus meine Sicht legst du dich nicht auf ein Genre fest und mixt fleißig – warum?

Als ich mit dem Schreiben dieser Reihe begann, sagte ich mir nicht: „So, jetzt wird das Genre geschüttelt, nicht gerührt!“ Meine Helden brechen in eine neue, unbekannte Welt auf, um dort zu lernen und mit neuen Erkenntnissen oder Fähigkeiten in ihre alte Welt zurückkehren. Das „Hauptgenre“ ist daher der Abenteuerroman.

Die Geschichte, die ich erzähle, enthält jedoch Elemente, die man auch anderen Genres zuordnen kann. Magische Kristalle und böse Zauberer gehören in die Fantasy- oder Märchenwelt, während Raumschiffe und Kampfroboter eindeutig der Science-Fiction zugeordnet werden können. Hier hätte ich klarer trennen können, z.B. durch Konzentration auf die klassische Märchenwelt. Ich wollte aber zeitgemäße Abenteuer schreiben. Kinder, die es gewohnt sind, alle Antworten durch Streicheln eines kleinen glänzenden High-Tech-Kästchens beantwortet zu bekommen, wollen mehr, als einen magischen Zauberkristall. Das gilt auch für mich, heute wie damals als Kind. 1978 sah ich das erste Mal „Krieg der Sterne“, den wohl bekanntesten Genre-Mix der Kinogeschichte. Die wunderschöne Prinzessin aus der Märchenwelt und die coolen Raumschiffe, Aliens und Roboter aus der Science-Fiction-Welt begeisterten mich.

Könntest du dir vorstellen einen Roman für Erwachsene zu verfassen, oder sind Kinder das bessere Publikum?

Kinder sind im Gegensatz zu Erwachsenen sehr tolerant, z.B. bezüglich des Genres oder anderer Stilfragen. Ein Kind lacht über Klischees und zappelt vor Aufregung bei einem Cliffhanger. Erwachsene – insbesondere aus der Autorenzunft – schieben so ein Buch schnell in die Schublade der Trivialliteratur.

Ich arbeite gerade an einem Roman für Erwachsene. Das Buch soll eine Abenteuerkomödie mit einer Prise Science-Fiction, Mystery und Thriller werden.

Was würdest du mir raten, falls ich auf die Idee käme eine Geschichte als Self-Publisher herauszugeben?

Das kann man kaum in wenigen Worten zusammenfassen. Aber eine Weisheit wird von vielen Selbstverlegern gerne als selbstverständlich angesehen und daher manchmal etwas vernachlässigt: die Qualität des Produktes. Am Anfang war das Wort und bei seiner Qualität darf man nicht geizen. Testleser und Testzuhörer sind sehr wichtig, um sein Buch marktreif zu machen. Leider kann man heutzutage viel zu leicht einfach alles veröffentlichen und das Produkt dann als „Buch“ bezeichnen. Es ist kein Wunder, dass viele Leute aus der Verlagswelt daher sehr wenig von den Erzeugnissen der Selbstverlegerwelt halten.

Zum vollständigen Interview:

Autoren-Interview

Kinder retten die Welt – im neuen Kinderbuch von Karim Pieritz

Kinder retten die Welt - im neuen Kinderbuch von Karim PieritzBerlin – Karim Pieritz stellt im September sein neues Kinderbuch »Der Stein der Riesen« aus der Reihe »Leuchtturm der Abenteuer« vor.
In der Abenteuergeschichte müssen die 9-jährigen Helden ihren Planeten vor der Zerstörung durch eine finstere Bruderschaft retten. Diese Gruppe böser Zauberer hat einen magischen Stein der Riesen gestohlen und will ihn mit einem Schiff zu einer Pyramide transportieren. Wenn der Stein dort ankommt, wird der Planet Himmelblau zerstört! Das Bärenmädchen Sali, der Elfenjunge Purzel und ihre Freunde von der Erde wollen das verhindern.

»In meinen Büchern möchte ich spannende, lustige und magische Abenteuergeschichten erzählen«, erklärt der Autor. »Die Helden erleben einen dramatischen Absturz im Weihnachtsschlitten, kämpfende Drachen und eine Reise auf den Schultern eines Riesen. Sie besuchen das Innere des Planeten, sehen schwebende Berge und fliegen auf einem Riesenschmetterling zum Mond.«

»Neben diesen märchenhaften Abenteuern will ich auch Werte vermitteln«, ergänzt der Autor. »Die Botschaft lautet: Das Leben ist ein Wunder, das wir beschützen müssen, genau wie unseren Planeten. Jeder kann durch seine Entscheidungen dazu beitragen.«

Das Buch enthält 10 Zeichnungen der Grafikdesignerin Sonja Krutyholowa-Richter (thejumpingfox.carbonmade.com). „Die Zusammenarbeit mit der Illustratorin war sehr inspirierend“, erklärt der Autor. „Die bildhafte Umsetzung meiner Ideen half mir dabei, einige Szenen lebhafter zu gestalten. Die wunderschönen Illustrationen unterstützen sehr gut die Magie der Geschichte.“

»Der Stein der Riesen« ist das fünfte Kinderbuch des Autors. Es hat 184 Seiten und wird für Kinder ab 8 Jahren empfohlen.

Autor Karim Pieritz stellt seinen neuen Blog vor

Autor Karim Pieritz stellt seinen neuen Blog vor

Autor Karim Pieritz stellt seinen neuen Blog vorIch heiße Karim Pieritz lebe meiner Familie in Berlin. Zum Schreiben bin ich dort gekommen, wo man es ursprünglich lernt, nämlich in der Grundschule. Meine ersten Geschichten schrieb ich in Anfang der 80er-Jahre als Fünftklässler, allerdings nicht im regulären Unterricht, sondern bei einem Vertretungslehrer. Um uns zu beschäftigen, forderte er jeden auf, sich eine Geschichte auszudenken und aufzuschreiben. So konnte ich erstmals leeren Blättern mit meinem Füller Leben einhauchen. Die Abenteuer, die ich zuvor als Comics aufgemalt hatte, manifestierten sich so in einer viel ausführlicheren Form.

Ab der 7. Klasse konnte ich meine schriftstellerische Neigung in Deutsch-Aufsätzen ausleben. Meine Lehrerin motivierte mich dazu, meine überlangen Abenteuergeschichten zuhause weiterzuschreiben. Nach Fertigstellung las ich die Geschichten dann meinen Mitschülern vor – meinem ersten Publikum. Das Feedback der Zuhörer war eine tolle Erfahrung.

So schrieb ich bis in die 90er Jahre hinein zahlreiche Kurzgeschichten und eine SF-Parodie. Während des Studiums zum Dipl.-Ing. (FH) habe ich in der Studentenzeitung „Zyan“ einige Geschichten davon veröffentlicht. Einige meiner Geschichten habe ich auch in Mailboxen und Newsgroups veröffentlicht, später dann im Internet auf einer eigenen Homepage. Im späteren Arbeitsalltag als IT-Berater blieb für dieses schöne Hobby aber keine Zeit mehr, es fehlte mir auch die Inspiration. Diese weckte mein Sohn 2010 wieder (damals 3), indem er immer neue Märchen von mir erzählt bekommen wollte. So machte ich mir Notizen und daraus wurde ein ganzes Universum voller magischer Abenteuer. Nach jahrelanger Schreibpause habe ich dann im Sommer 2012 die ersten Sätze geschrieben. Da wurde mir bewusst, was ich vermisst hatte.

So entstanden meine „Leuchtturm der Abenteuer“-Kinderbücher. Es sind abgeschlossene, aber mit einem roten Faden verknüpfte Abenteuer mit Fantasy-, Science-Fiction- und Detektiv-Elementen – ein spannender Genre-Mix. Ich schrieb ca. 30 Verlage an und erhielt bislang 20 Absagen. Meist hieß es, die Reihe „passt nicht ins Programm“. Die Geschichten sind aber zu schön, um sie in der digitalen Schublade versauern zu lassen. Aufgrund der positiven Reaktionen bei Testlesern habe ich mich entschieden, mich dem Schreiben und Verlegen meiner Bücher zu widmen. So können sie von vielen Kindern gelesen werden und die Magie der Geschichten wird lebendig. Im April 2013 habe ich den ersten Band als Taschenbuch veröffentlicht, mittlerweile gibt es 4 Bände und ein Erstlesebuch. Im Oktober folgt der 5. Band „Der Stein der Riesen“, für den ich aktuell nach einem Illustrator suche (es sieht so aus, dass ich ihn bzw. sie bald gefunden habe).

Auf karimpieritz.de will ich auch auf meine anderen Buchprojekte aufmerksam machen. So plane ich, meine alten und neuen Kurzgeschichten zu überarbeiten und als eBook zu veröffentlichen. Auch meine alte Science-Fiction-Parodie soll in überarbeiter Form das Licht der Welt erblicken. Ich habe auch Pläne für neue Bücher, über die ich hier informieren werde. Einige ältere und passende Artikel habe ich von meiner Kinderbuch-Webseite hierher migriert.

Kommentare auf meine Artikel sind erwünscht, und ich erhoffe mir interessantes und konstruktives Feedback meiner Leser.

14.05.2014: Kinderbuch-Lesung in einem Hort

14.05.2014: Kinderbuch-Lesung in einem Hort

Kinderbuch-Autor-LesungMeine Kinderbuch-Lesung am Mittwoch in einem Hort im Norden Berlins mit Erst- und Zweitklässlern hat mir viel Spaß gemacht. Nur durch den direkten Kontakt mit seinen Lesern kann ein Autor live und in Farbe erleben, wie seine Texte ankommen. Es war schön zu beobachten, wie die Kinder an bestimmten Stellen gelacht haben. Der Klassiker, den viele Kinder lustig finden, ist der Apfel, der in den magischen Kristall geworfen wird und als Tomate wieder herauskommt. Aber es war auch toll, die Reaktion insbesondere der Mädchen zu sehen, als ich die Beschreibung des Bärenmädchens Sali vorgelesen habe.

Sali hat dunkelbraunes Fell und eine für ein Bärenmädchen besonders süße Stupsnase. Sie ist ungefähr so groß wie ein 3-jähriges Menschenkind.

Da seufzten die Mädchen und eine sagte: „Sali kann ich mir sooo gut vorstellen.“

Lustig war auch die Fragerunde. Ein Junge fragte mich, woher ich denn die Ideen für meine Kinderbücher nehme. Bevor ich darauf antworten konnte, sagte ein Mädchen: „Na Fantasie natürlich!“

Dann fragte mich ein Junge, ob ich die Bilder denn selber male. Als ich das verneinte, schloss er daraus sofort, dass das bestimmt teuer ist und fragte, ob sich der Buchverkauf dann lohnt. Da musste ich schmunzeln. Ein Mädchen sagte darauf, dass sie auch Bücher schreibt und ihre Bilder selbstverständlich selber malt. Da spart sie ja dann viel Geld und bekommt sicherlich viel mehr für ihre Bücher. Diese Kinder werden später mal sehr gut mit Geld umgehen können. 🙂

Dann gab ich den Kindern eine Einführung in das Thema „eBook“ und führte es auf meinem Smartphone zur Begeisterung aller auch vor. Am Ende der Lesung bekam ich einen Blumenstrauß von der Hortleitung, eine wirklich nette Geste.

Beim Buchverkauf gab es auch kuriose Szenen. So wollte ein Erstklässler unbedingt das vierte Buch haben (für Leser ab 8), weil es die meisten Seiten hat. Außerdem fand er den Drachen cool und Dinos (auf dem Cover von Band 1) mag er nicht. Der Junge war bei der Lesung nicht dabei gewesen und bei der Abholung folgten dann dramatische Momente. Er hat kein Buch bekommen.

Verblüfft hat mich das Mädchen, das mit meinen Beispielbüchern vom Verkaufstisch verschwunden ist. Zuerst hat sie sich Band 1 ausgeliehen, im Anschluss Band 2. Nach ca. drei Stunden kam sie dann an und fragte mich, wann denn Jan endlich der Freund von Michael wird und ob die Frau im Mond nun Lenas Mutter ist oder nicht. Da hatte sie die Bücher durchgelesen und Detailfragen gestellt, die ihr Verständnis der Handlung bewiesen! Leider geht sie schon alleine nach Hause und muss jetzt ihre Eltern dort zum Kauf der Reihe überreden. Ihre Sorge, dass sie die Bücher dann ohne meine Unterschrift bekommt, konnte ich ihr nehmen. Natürlich kann man meine Bücher auch mit Signatur online bestellen.

Insgesamt kamen meine Kinderbücher sehr gut an und ich konnte mehr verkaufen, als Kinder an der Lesung teilgenommen haben. Wenn das 5. Kinderbuch im Oktober erscheint, komme ich wieder 🙂

Auszüge aus meinem neuen Interview

Viele Kinderbücher haben süße kleine Tiere als Protagonisten. Bei dir sind es „normale“ Kinder. Warum das?

Geschichten mit süßen kleinen Tieren, die harmlose Abenteuer erleben, wollte mein Sohn schon früh nicht mehr hören. Spannender fand er Geschichten mit realen Helden. Derartige Bücher für ein junges Publikum sind jedoch schwer zu finden und meist Klassiker der angelsächsischen Kinderliteratur. Hier denke ich z.B. an den „Zauberer von Oz“ und „Alice im Wunderland“. Auch hier sind die Helden „normale“ Kinder, die auf magische Weise in eine fremde Welt aufbrechen.

Für ältere Kinder finden sich leichter neuere (aber auch meist angelsächsische) Geschichten. Der große Erfolg von Star Wars und Harry Potter ist auch darin begründet, dass es in diesen Fantasiewelten Helden gibt, mit denen sich der Leser sehr gut identifizieren kann. Das liegt auch daran, dass der Held die Magie selbst gerade erst kennenlernt und die Zauberei erlernen muss.

Mein Ziel war es, solche Geschichten mit „normalen“ Helden für ein jüngeres Publikum zu erschaffen.

Probierst du die Bücher an deinem Sohn aus?

Wenn wir gemütlich auf dem Balkon sitzen oder gemeinsam zur Schule gehen, erzähle ich ihm neue Geschichten. Ich frage ihn auch, wie glaubwürdig er das Verhalten meiner Charaktere findet und wie spannend die neuen Ideen sind.

Schreibst du zu bestimmten Zeiten an deine Büchern oder eher, wenn du gerade mal Lust dazu hast?

Ich muss in der richtigen Stimmung dafür sein. Manchmal kommen mir die guten Ideen auch beim Aufwachen oder beim lesen – oder im Gespräch mit meinem Sohn oder meiner Frau.

Das vollständige Interview gibt es in der ABS-Lese-Ecke.

Entwicklung einer Idee

Entwicklung einer Idee

Entstehung und Genre-Einordnung von „Leuchtturm der Abenteuer“

Welche Gutenachtgeschichten erzählt ein Vater seinem Sohn? Ich erzähle gerne die Geschichten, die ich als Kind auch toll gefunden habe. Bei mir war das zum Beispiel das klassische Märchen vom „Krieg der Sterne“. Es kommt alles vor, was cool und angesagt ist. Mächtige Zauberer und eingesperrte Prinzessinnen, die gerettet werden wollen. Und ein Held, der aus seiner alltäglichen Welt in ein fantastisches Abenteuer aufbricht, begleitet von neuen Freunden und bekämpft von bösen Schurken. Natürlich gibt es auch magische Artefakte wie Lichtschwerter, unglaubliche Kriegsmaschinen, die ganze Planeten zerstören können und einen Zoo von wilden Bestien. Ich hatte also viel Erzählstoff, aber selbst einem Star Wars-freundlich gesinnten Papa wird das Thema irgendwann zu viel. Neuer Stoff musste her!

Unabhängig von den Gutenachtgeschichten hatte ich zu der Zeit eine Idee für einen Fantasy-Roman. Heldin ist Luise, eine junge Frau aus der deutschen Kaiserzeit. Bei einer Wanderung mit ihrer Schwester Elisabeth verirren sie sich in einer Höhle und tauchen auf magische Weise auf einem fremden Planeten wieder auf. Luise verliebt sich in den Königssohn. Die beiden heiraten und bekommen zwei Kinder, aber leider bedroht ein böser Schatten das Königreich. Luise endet wie im Märchen, das die Bären-Erzieherin Mala in „Flucht durch Bärenstadt“ den Kindern erzählt: auf einem grünen Mond in tiefem Schlaf.

Leuchtturm der AbenteuerDie Geschichten, die ich meinem Sohn erzählte, vermischten sich auf einmal und die Figuren aus dem Kinderzimmer – Piraten, Roboter und Dinosaurier – spielten plötzlich auch mit. Und am Ende verlagerte sich der Handlungsort in das Universum, das ich mir für meinen Fantasyroman ausgedacht hatte. Da wurde mir klar, dass die Geschichte aus der Sicht der Kinder sehr spannend erzählt werden kann. Und da war sie geboren – die Idee von der magischen Taschenlampe, mit der Kinder zum „Leuchtturm der Abenteuer“ auf den Planeten Himmelblau reisen können.

Science-Fiction, Fantasy und Detektivgeschichten

Kann man sich vorstellen, wie sich Frodo mühsam zum Schicksalsberg schleppt, nur um dort von einer Roboter-Armee aufgehalten zu werden? Nein? Dann muss man sich nur »Star Wars« anschauen, wo Jedi-Zauberer gegen Droiden und Klon-Krieger antreten und wo Zauberstäbe einen Einschalter haben.

Mit 3 Jahren wurde der Bedarf meines Sohnes an spannenden Geschichten größer. Zwar machte ihm z.B. »Hänsel und Gretel« auch Angst, aber die Faszination für solche Themen war da. Als ich ihm mit vier Jahren immer mehr Abenteuer erzählen sollte, fand ich kaum Kinderbücher, die reizvoll genug waren.

Der Abenteuerroman

Mein Sohn und auch die Helden in meinen Geschichten sind sehr an Abenteuern interessiert – und da sehe ich auch mein »Hauptgenre«. Sieht man sich davon die Definition an, dann kann ich bei jeder Aussage zustimmend nicken:

„Das Grundprinzip eines Abenteuerromans ist, dass ein Held aus seiner alltäglichen Welt in eine fremde, gefährliche Welt aufbricht, in der er unter Lebensgefahr allerlei Probleme und Aufgaben zu meistern hat. Ziel seiner Reise ist meist die Rettung einer Person oder seiner eigenen Welt, aus der er aufgebrochen ist. In der Regel wird ein Abenteuerroman aus Sicht des Helden erzählt, der das Gute verkörpert und oft gegen finstere Mächte oder das Böse kämpft und letztlich gewinnt. Dabei wird er oft von einer oder mehreren Personen begleitet.“
Quelle: Wikipedia

Fantasy und Science-Fiction?

Was ist, wenn die Welt, in die der Held aufbricht, nicht unsere Erde ist? Ist das immer noch ein Abenteuerroman oder schon ein Mix?

Überschneidungen zwischen den Genres gibt es oft. Viele neuere Jugendbücher mischen sogar Magie aus der Fantasy-Welt mit Elementen aus der Science-Fiction. Bei »Artemis Fowl« z.B. gibt es Fabelwesen, die eine hoch entwickelte Technologie nutzen.

In meinem ersten Buch sagt der 9-jährige Elfenjunge und Zauberlehrling Purzel:
»Dein Papa wollte schon als kleiner Junge alles über Magie wissen.«
»Aber er hat Physik studiert«, entgegnet Michael.
»Vielleicht ist das auf der Erde der Name für Magie«, vermutet Purzel.

Dass ich die beiden Themen gerne vermische, wird man spätestens in meinem dritten Buch bemerken. Darin versucht der Physiker Karl (der Vater des 8-jährigen Michael) mithilfe eines Teilchenbeschleunigers den »magischen Kristall« zu untersuchen – mit haarsträubenden Folgen, wie Michaels Freund Tim erfahren wird. Auch in späteren Teilen werden meine Protagonisten versuchen, die rätselhafte Magie zu erforschen. Allen voran die 11-jährige Lena, die ein spezielles Interesse daran hat, die Wunder, die sie erlebt, zu verstehen.

Detektivgeschichten mit Thrill

Ich schreibe also Abenteuergeschichten mit Fantasy- und Science-Fiction-Elementen. Aber in der »Erwachsenenwelt«, passieren mysteriöse Dinge mit kriminalistischen Aspekten. Meine Helden kombinieren die Fakten und gelangen zu logisch hergeleiteten Erkenntnissen. So ist z.B. Michael im ersten Teil schnell klar geworden, dass sein Mitschüler Jan für die Dinosaurier auf Himmelblau verantwortlich gewesen ist. Sind meine Bücher nun Detektivgeschichten? Jedoch sind meine Helden keine »unantastbaren« Ermittler, wie das bei Krimis normalerweise der Fall ist. Sie werden beschossen, bedroht und gejagt. Zudem nutze ich Spannungsbögen und Cliffhanger, sodass ich mich (zumindest ein wenig) auf dem Gebiet der »Thriller« bewege. Aber es gibt manchmal im Handlungsverlauf auch sehr lustige Situationen. Sind es am Ende Komödien?

Mein Fazit zur Genre-Einordnung: Ich schreibe Geschichten mit Fantasy-, Science-Fiction- und Detektiv-Elementen in Form von actionreichen, spannenden und lustigen Abenteuern für Leser ab 6 Jahren.

Die Zukunft der Reihe

Schon im zweiten Band der Kinderbuch-Reihe wurde klar, dass auf Himmelblau nicht alles „super“ ist. Es gibt Zwerge und Piraten, die Kinder entführen und eine böse Mumie auf dem grünen Mond, die irgendwann aufwachen wird.

Im dritten Kinderbuch wurde deutlich, dass die Bruderschaft vom grünen Mond auch auf der Erde aktiv ist und mit aller Entschlossenheit ihren „Meister“ (die Mumie) aufwecken will.

Im vierten Kinderbuch erfährt der Leser viel über frühere Konflikte mit der Bruderschaft und Kriege mit ihren Zombie-Armeen. Glücklicherweise konnten diese Angriffe von einer Gruppe Helden, den „Hütern des Kristalls“, jedes Mal abgewehrt werden. Bis heute!

Bis vor Kurzem hatte ich geplant, dass Band 5 der letzte Teil der Kinderbuch-Reihe sein wird. Aber wie das so beim Schreiben ist, entwickeln sich die Dinge manchmal anders, insbesondere, wenn das Bärenmädchen Sali auftaucht. Und so wird ein Zwischenstopp auf einer Reise plötzlich zu einem zentralen Thema von großer Bedeutung. So wird es jetzt noch zwei Bände geben.

Der Stein der Riesen

Kinderbuch "Der Stein der Riesen"Band 5 der Kinderbuch-Reihe soll im Oktober 2014 zur Frankfurter Buchmesse erscheinen.

Das 9-jährige Bärenmädchen Sali soll bei einer großen Feier im Kolosseum der Kristallstadt zur Zauberin ernannt werden. Michael, Tim, Jan und ihr Elfenfreund Purzel wollen Sali dort besuchen.

Aber die böse Bruderschaft vom grünen Mond hat einen magischen Stein der Riesen gestohlen. Piraten wollen ihn mit ihrem Schiff zur Pyramide bringen, um sie damit fertig zu stellen. Wenn das geschieht, wird Himmelblau zerstört!

Können die Kinder das Piratenschiff aufhalten? Begleitet sie auf ihrer unglaublichen Reise in den Norden zu den Riesen. Wo Bäume keine Bäume sind und sich Berge bei Mondaufgang in die Lüfte erheben. An den Ort, wo die Magie Himmelblaus zuhause ist und ein ewiger Regenbogen am Nordpol direkt in den Himmel führt.

Das große Finale

Kinderbuch "Kampf um Himmelblau"„Kampf um Himmelblau“ wird dann schließlich das große Finale der Reihe. Das sechste und letzte Kinderbuch soll im März 2015 zur Leipziger Buchmesse erscheinen. An fantastischen Schauplätzen werden unsere Helden über sich hinauswachsen.

Die Mumie vom grünen Mond ist erwacht und die Zerstörung Himmelblaus steht kurz bevor! Können die Hüter des Kristalls den Planeten retten? Erlebt zusammen mit Michael und seinen Freunden den entscheidenden Kampf um Himmelblau.

Wie sind Sie zum Schreiben gekommen und Autor geworden?

Kinderbücher, Jugendbücher & Krimis

Wie sind Sie zum Schreiben gekommen und Autor geworden?Zum Schreiben bin ich dort gekommen, wo man es ursprünglich lernt, nämlich in der Grundschule. Meine ersten Geschichten schrieb ich in Anfang der 80er-Jahre als Fünftklässler, allerdings nicht im regulären Unterricht, sondern bei einem Vertretungslehrer. Um uns zu beschäftigen, forderte er jeden auf, sich eine Geschichte auszudenken und aufzuschreiben. So konnte ich erstmals leeren Blättern mit meinem Füller Leben einhauchen. Die Abenteuer, die ich zuvor als Comics aufgemalt hatte, manifestierten sich so in einer viel ausführlicheren Form.
Ab der 7. Klasse konnte ich meine schriftstellerische Neigung in Deutsch-Aufsätzen ausleben. Meine Lehrerin motivierte mich dazu, meine überlangen Abenteuergeschichten zuhause weiterzuschreiben. Nach Fertigstellung las ich die Geschichten dann meinen Mitschülern vor – meinem ersten Publikum. Das Feedback der Zuhörer war eine tolle Erfahrung.
So schrieb ich bis in die 90er Jahre hinein zahlreiche Kurzgeschichten und während des Studiums einen Roman. Einige meiner Geschichten habe ich in »Mailboxen« und »Newsgroups« veröffentlicht, später dann im Internet auf einer eigenen Homepage und in einem Studentenmagazin.
Ende der 90er brach der Berufsalltag als IT-Berater über mich herein und so fehlte mir viele Jahre die Inspiration. Diese weckte mein Sohn 2010 wieder (damals 3), indem er immer neue Märchen von mir erzählt bekommen wollte. So machte ich mir Notizen und daraus wurde ein ganzes Universum voller magischer Abenteuer. Nach jahrelanger Schreibpause habe ich dann im Sommer 2012 die ersten Sätze geschrieben. Da wurde mir bewusst, was ich vermisst hatte.
Meine Kinderbücher sind abgeschlossene, aber mit einem roten Faden verknüpfte Abenteuer mit Fantasy-, Science-Fiction- und Detektiv-Elementen – ein spannender Genre-Mix. Ich schrieb ca. 30 Verlage an und erhielt bislang 20 Absagen. Meist hieß es, die Reihe »passt nicht ins Programm«. Ein Genre-Mix ist für große Publikumsverlage problematisch, da solche Bücher nur schwer in die vom Mainstream vorgegebenen Kategorien passen.
Die Geschichten sind aber zu schön, um sie in der digitalen Schublade versauern zu lassen. Aufgrund der positiven Reaktionen bei Testlesern habe ich mich entschieden, mich dem Schreiben und Verlegen meiner Bücher zu widmen. So können sie von vielen Kindern gelesen werden und die Magie der Geschichten wird lebendig. Im April habe ich den ersten Teil und im Juni den zweiten Teil als Taschenbuch veröffentlicht. Im Oktober geht das Abenteuer mit dem dritten Buch weiter.
Seit ein paar Wochen erlebe ich viel Zuspruch in den sozialen Netzwerken. Ich möchte mich an dieser Stelle bei meinen Followern und den Käufern meiner Bücher für ihr Feedback und ihre tollen Rezensionen bei Amazon bedanken!
Claudia Dieterle hatte zur Blogparade aufgerufen.