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Kinderbuch Verlag

Kinderbücher bei Antolin

Quizfragen bei Antolin

Punkten bei Antolin
© Schroedel, Braunschweig, antolin.westermann.de

Leuchtturm der Abenteuer hilft Punkten

Kaum waren die Fragen online, tauchten auch schon etliche Bearbeitungen auf.

Kinderbuch-Reihe-Leuchtturm-der-Abenteuer-bei-Antolin

Ich wünsche meinen Leserinnen und Lesern viel Spaß beim Beantworten der Fragen und beim Punkten mit Antolin!

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Kinderbuch Schreiben

Mein 7-jähriger Kinderbuch-Lektor

Als Autor muss man sich in seine Charaktere hineinversetzen. Emotional mag das gelingen, aber würde ein bestimmter Charakter wirklich so reden, wie man sich das ausgedacht hat?

Mein 7-jähriger Kinderbuch-Lektor
Turbulenzen im Kinderbuch sind wohl nicht altersgerecht.

Da ist es hilfreich, wenn man einen Lektor hat, der sich mit den Charakteren und ihrer Sprache bestens auskennt. Bei einem Kinderbuch ist der perfekte Lektor natürlich ein Kind 🙂

Mein 7-jähriger Kinderbuch-Lektor
Tim ist zu dem Zeitpunkt ganz woanders!

Mein 7-jähriger Lektor weiß genau, wie ein Kind in seinem Alter denkt, handelt und spricht. Und jetzt, wo er schon so gut lesen kann, macht es ihm große Freude, bei seinem Vater den Rotstift anzusetzen.

Mein 7-jähriger Kinderbuch-Lektor
Es ist doch klar, dass ein abgestürztes Raumschiff ein Wrack ist.

Meine Kinderbücher wären ohne meinen Cheflektor nicht, wie sie sind 🙂

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Kurzgeschichten Lesung

19.03.2015: Schreibwerkschau in der Humboldt-Bibliothek Berlin

Spannende Kurzgeschichten-Lesung

20 Autoren trugen am Donnerstag, den 19.03.2015 um 19.30 in der Humboldt-Bibliothek Berlin ihre Kurzgeschichten vor. Mit dabei waren die Krimiautorinnen Carola Wolff und Bettina Kerwien, der Thrillerautor Anders Alborg und ich.

Buechertisch

Die Autoren trugen viele spannende Geschichten zum Thema “Tabu” vor. Das Publikums-Feedback der über 60 zahlenden Gäste war sehr positiv, sogar eine Lektorin war begeistert 🙂

Meine Geschichte trug den vielsagenden Namen “Der teuflische Plan”.

Schreibwerkschau 2015

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Kinderbuch Kurzgeschichten Persönliches

Der Weihnachtsmann (Kurzgeschichte)

Ich bin Max und heute besucht uns der Weihnachtsmann. Jetzt echt, ganz ehrlich. Ich kann es ja selbst kaum glauben. Dass der Weihnachtsmann am Heiligabend Zeit findet, ausgerechnet mich – einen 7-Jährigen – zu besuchen. Wenn ich in einer großen Stadt wohnen würde … aber hier in unserem Dorf an der Nordsee?

Gleich ist Bescherung. Ich sitze im Wohnzimmer auf dem Boden und lese Micky Maus. Und warte … Mama räumt gerade den Tisch ab und Papa sucht eine CD für die Stereoanlage. Er könnte jede Minute kommen.

“Mama”, frage ich, “wann kommt er denn?”

“Gleich”, antwortet sie, “jede Minute.”

Das habe ich ja gesagt. Jede Minute! Da klopft jemand an die Fensterscheibe. Mein Herz bleibt fast stehen! Plötzlich habe ich so einen Kloß im Hals. Ich kann gar nicht mehr reden, aber das will ich auch gar nicht.

Mama öffnet die Terrassentür und ein großer Mann kommt rein. Er trägt einen roten Mantel und hat lange weiße Haare und einen langen weißen Bart. Ja, und er hat einen großen, braunen Sack dabei! Es ist der Weihnachtsmann! Alter!

Meine Schwester ist zuerst dran. Die ist auch völlig cool. Sie ist ja auch erst zwei und hat die Sache mit dem Weihnachtsmann gar nicht richtig kapiert. Drei riesige Pakete … nur für Lisa. Hoffentlich ist noch was für mich in dem Sack … oje, jetzt bin ich dran.

Ich sitze auf seinem Schoß. Komisch, er trägt eine Brille. Trägt der Weihnachtsmann eine Brille? Und offenbar hat er jede Menge Zeit. Müsste er nicht um die ganze Welt reisen? Da hat man bestimmt keine Zeit … oder?

“Warst du auch immer artig?”, fragt er mit tiefer Stimme. Alter ist mir schlecht. Ich nicke. Reden kann ich ja nicht. Hoffentlich glaubt er mir. Wenn der wüsste, dass ich Lisas Weihnachtsmann schon zur Hälfte aufgefuttert habe. Da steht fast nur noch seine Verpackung. Aber wieso weiß er das denn nicht? Das müsste er doch wissen!

“Mal sehen, ob ich etwas für dich dabei habe”, sagt er und wühlt in seinem Sack. Und wühlt und wühlt. Plötzlich hustet er. Und hustet. Ziemlich heftig, eigentlich wie Opa Manfred. Er hört gar nicht mehr auf zu husten und Papa geht mit ihm in den Flur. Ich sitze neben dem Sack und sehe, wie Papa ihm etwas gibt. Dann höre ich ein Zischen, so wie es auch bei Opa immer zischt, wenn er seine Medizin einatmet.

Dann höre ich die Haustür. Papa kommt wieder und sagt: “Der Weihnachtsmann musste weiter. Er hat seinen Sack da gelassen, weil nur noch deine Geschenke drin sind.” Dann holt Papa die Geschenke heraus. Und die Geschenke sind toll, aber die Sache mit dem Weihnachtsmann lässt mir keine Ruhe. Die Brille war braun. Auch Opas Brille ist braun. Ich weiß ja, dass sich viele Leute als Weihnachtsmann verkleiden. Ich habe ja auch schon einmal mehr als einen gleichzeitig auf der Straße gesehen. Aber heute … heute sollte der Echte vorbeikommen. Aber das war nicht der Echte. Das war Opa.

Irgendwie bin ich traurig und ich weiß gar nicht warum. Ich habe fast alles bekommen, was ich mir gewünscht hatte. Jetzt gehen wir in die Kirche. Ich laufe ganz vorne und da sehe ich es. Ein Huschen am Himmel. Ich habe es ganz deutlich gesehen! Das war bestimmt der echte Weihnachtsmann gewesen. Mit seinem Rentierschlitten vom Nordpol. Auf einmal geht es mir wieder viel besser. Erwachsene können so blöd sein. Warum verkleiden sie sich und behaupten dann, sie wären der echte Weihnachtsmann? Kein Wunder, dass mein Freund Lukas nicht mehr an ihn glaubt. Aber ich glaube an ihn. Wie konnte ich nur am Weihnachtsmann zweifeln? Natürlich gibt es ihn, aber er hat so unglaublich viel zu tun. Der kommt nicht zu Besuch in ein Dorf an der Nordsee.

(C) Karim Pieritz

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Kinderbuch Schreiben

Über moralische Kinderbücher

Für einen Schriftsteller ist es sinnvoll, schon vor dem ersten Satz festzulegen, was er schreiben will: Einen spannenden Thriller, eine romantische Liebesgeschichte oder einen rätselhaften Krimi? Bei einem Kinderbuch stellen sich noch weitere Fragen. Soll das Buch nur unterhalten oder soll das Kind aus der Geschichte etwas lernen und wenn ja, was? Sollen einfach nur Fakten spannend aufbereitet werden oder soll das Kind etwas “über das Leben” lernen? Sollen Probleme thematisiert werden und das Kind in irgendeiner Form aufgeklärt werden? Ich finde, moralische Bücher wirken oft überladen und zu bemüht.

Spannende Bücher für Jungen ab 6 Jahren

Als ich mit dem Schreiben meiner Kinderbuch-Reihe begann, bemerkte ich eine große Lücke an spannender und lustiger Unterhaltungsliteratur für Jungen ab 6 Jahren. Stundenlang irrte ich durch Kinderbuchabteilungen und konnte kaum interessante Bücher finden. Große wie kleine Männer wollen unterhalten und gleichzeitig informiert werden. Die Themen kann man anhand der Spielzeuge in einem Jungen-Kinderzimmer finden, z.B. Piraten, Raumschiffe, Roboter, Ritter, böse Zauberer, Dinosaurier und Raubtiere jeder Art. Wäre es nicht toll, wenn man mit schlauen Ideen, genialen Waffen und vielleicht auch Superkräften gegen diese Monster bestehen könnte? Dann könnte man ein “Held” sein und würde von allen anderen bewundert und respektiert.

Mein Ziel war es, genau solche Bücher für ein junges Publikum zu schreiben. Ich lasse meine Protagonisten gegen fantasievolle Monster antreten, z.B. Teddybär-Piraten, Piran-Hasen, Schmatzmonster und fliegende Gummibärchen. Zusätzlich vermittle ich wissenschaftliche Fakten, insbesondere aus der Astronomie. Ich behandle auch Themen wie den Umweltschutz, allerdings ohne erhobenen Zeigefinger. Die Bewohner meiner Fantasiewelt müssen mit ihren “Jugendsünden” eben zurechtkommen. Wenn sie damals schlauer gewesen wären und über ihr Handeln besser nachgedacht hätten, wäre ihnen ihr Schicksal vielleicht erspart geblieben. Das ist eine Erkenntnis, zu der meine jungen Leser selbst finden sollen.

Moralische Kinderbücher gegen die Abstumpfung

Doch schon beim Schreiben des ersten Buches geschah noch etwas anderes. Auch wenn ich als Autor Fantasiewelten erschaffe, so lebe ich doch in der realen Welt. Und was dort in den letzten Jahren geschehen ist, beeinflusst meine Arbeit als Schriftsteller. Überall brechen neue Kriege oder Infektionskrankheiten aus. Terroristen, Drogenkartelle und Großkonzerne beherrschen weite Teile des Planeten und beuten ihn und seine Lebewesen aus. Viele Menschen sind auf der Flucht und die Lösung der “reichen Länder” sind hohe Mauern und Bürokratie. Wie soll man einem Kind erklären, dass Menschen im Mittelmeer ertrinken müssen, weil sie ein bestimmtes Formular nicht auf der anderen Seite des Meeres ausfüllen dürfen? Ein Menschenleben scheint in unserer Welt unterschiedlich bewertet zu werden. Ohne entsprechende Aufklärung befürchte ich, dass junge Menschen diese Zustände als normal empfinden könnten und abstumpfen.

Und die Moral von der Geschicht’

Zwischen den Zeilen meiner Abenteuergeschichten will ich moralische Werte vermitteln. Die Charaktere hinterfragen ihre Welt und wollen nicht mehr alles hinnehmen. In “Leuchtturm der Abenteuer” gewinnen Themen wie der Wert des Lebens und die Freiheit an Bedeutung für die Handlung.

Das Bärenmädchen Sali wächst in einem Land auf, das von einer bösen “Bruderschaft” beherrscht wird, die ähnlich mächtig wie ein mexikanisches Drogenkartell ist. Die Eltern erzählen ihren Kindern Märchen darüber, warum viele Erwachsene plötzlich auf Nimmerwiedersehen verschwinden. Sie leben jetzt an einem besseren Ort, heißt es. Sie sind auf der paradiesischen “Insel der Alten”. Sali schaut auf dieser Insel nach und erkennt die Wahrheit. Die verschwundenen Bären leben nicht dort. In Wahrheit sind sie Sklaven der Bruderschaft.

Das Leben Einzelner hat für die Bruderschaft keinen Wert. Der böse Zauberer Zata vergiftet ein Riesenmädchen, um ihren Vater abzulenken. Er stiehlt einen magischen Stein, um damit den Planeten zu vernichten. Als Sali von diesem sterbenden Mädchen hört, möchte sie sofort loseilen und es retten. Doch die Kinder haben eigentlich keine Zeit, denn der Zauberer ist schon unterwegs, um den Planeten mit seiner neuen Waffe zu zerstören. Es entbrennt zwischen den Kindern und einem Robotergeneral eine heiße Diskussion darüber, was jetzt getan werden soll. Sollen sie das Mädchen einfach sterben lassen, für ein höheres Ziel?

Sali und der böse Zauberer Zata (Artikel über moralische Kinderbücher)

Ich hoffe, meine Bücher sind spannende und lustige Kinderbücher, die moralische Werte vermitteln, dabei aber nicht überladen und oberlehrerhaft wirken. Die Fragen, die ich in meinen Kinderbüchern stelle, liegen mir am Herzen und ich glaube, meine Helden haben die richtigen Antworten gefunden.

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Kinderbuch Schreiben

Neues Autoren-Interview

Ein Interview mit mir wurde jetzt bei Leser-Welt.de veröffentlicht. Dass mein Interview jetzt neben den Interviews von so erfolgreichen Autoren wie Wolfgang Hohlbein zu finden ist, erfreut mich sehr.

Anbei ein Auszug:

Ich schätze an deinen Geschichten den Reichtum an “fantastischen” Ideen und die wissenschaftliche Genauigkeit. Wie erklärst du dir den Erfolg deiner Erzählungen?

Mein Slogan lautet: spannende, magische und lustige Kinderbücher. Diese drei Punkte sind für mich von großer Bedeutung, da ich selbst solche Geschichten auch gerne lese, höre oder sehe.

Wenn man eine Geschichte in einer gewöhnlichen Welt beginnt, kann sich der Leser sehr gut in den Helden hineinversetzen. Dann geschieht etwas Fantastisches. Die Kunst ist es, dieses Ereignis so glaubwürdig wie möglich zu beschreiben und zu erklären. Erst dann kann der Leser sich vorstellen, dass es wirklich so passieren könnte und das macht es so spannend.

In das magische Transportsystem meines Universums habe ich viel Zeit investiert. In der Wissenschaft gibt es Theorien, die einen Informationsfluss jenseits aller Geschwindigkeitsbeschränkungen ermöglichen. Das Problem ist, dass die miteinander “verschränkten” Objekte erst einmal auf gewöhnliche Weise durch die unendlichen Weiten des Alls transportiert werden müssen. Dieses Problem löse ich mit einem Raumschiff, dass durch einen ausgemusterten Kampfroboter gesteuert wird.

Man könnte fragen, warum ich es so kompliziert mache. Warum zaubern die Magier meines Universums nicht einfach ohne Regeln? Die Antwort ist einfach: Jedes Kind lernt schon im Kindergarten, dass die Welt nicht ohne Regeln funktioniert. Wieso sollte die magische Zauberwelt da eine Ausnahme machen? Das entspricht ja nicht dem alltäglich Erlebten und die Magie wird dadurch unglaubwürdig.

Ein spannendes Ereignis in einer magischen Welt mit Regeln reicht aber nicht aus, um eine gute Geschichte zu erzählen. Ich liebe es, eine perfekte Welt dieser Art aufzubauen und dann meine Charaktere auf sie loszulassen. So ist insbesondere Michaels bester Freund Tim die ideale Besetzung für lustige Erlebnisse. Er ist ein Draufgänger und von der Art Mensch, der erst auf den großen roten Knopf drückt und danach das Schild “bitte nicht drücken” liest. Michael ist dann meist derjenige, der Tim (und die übrige Welt) retten muss. Nur durch solche Charaktere beginnt das Universum zu leben und die Handlung setzt ein.

Aus meine Sicht legst du dich nicht auf ein Genre fest und mixt fleißig – warum?

Als ich mit dem Schreiben dieser Reihe begann, sagte ich mir nicht: “So, jetzt wird das Genre geschüttelt, nicht gerührt!” Meine Helden brechen in eine neue, unbekannte Welt auf, um dort zu lernen und mit neuen Erkenntnissen oder Fähigkeiten in ihre alte Welt zurückkehren. Das “Hauptgenre” ist daher der Abenteuerroman.

Die Geschichte, die ich erzähle, enthält jedoch Elemente, die man auch anderen Genres zuordnen kann. Magische Kristalle und böse Zauberer gehören in die Fantasy- oder Märchenwelt, während Raumschiffe und Kampfroboter eindeutig der Science-Fiction zugeordnet werden können. Hier hätte ich klarer trennen können, z.B. durch Konzentration auf die klassische Märchenwelt. Ich wollte aber zeitgemäße Abenteuer schreiben. Kinder, die es gewohnt sind, alle Antworten durch Streicheln eines kleinen glänzenden High-Tech-Kästchens beantwortet zu bekommen, wollen mehr, als einen magischen Zauberkristall. Das gilt auch für mich, heute wie damals als Kind. 1978 sah ich das erste Mal “Krieg der Sterne”, den wohl bekanntesten Genre-Mix der Kinogeschichte. Die wunderschöne Prinzessin aus der Märchenwelt und die coolen Raumschiffe, Aliens und Roboter aus der Science-Fiction-Welt begeisterten mich.

Könntest du dir vorstellen einen Roman für Erwachsene zu verfassen, oder sind Kinder das bessere Publikum?

Kinder sind im Gegensatz zu Erwachsenen sehr tolerant, z.B. bezüglich des Genres oder anderer Stilfragen. Ein Kind lacht über Klischees und zappelt vor Aufregung bei einem Cliffhanger. Erwachsene – insbesondere aus der Autorenzunft – schieben so ein Buch schnell in die Schublade der Trivialliteratur.

Ich arbeite gerade an einem Roman für Erwachsene. Das Buch soll eine Abenteuerkomödie mit einer Prise Science-Fiction, Mystery und Thriller werden.

Was würdest du mir raten, falls ich auf die Idee käme eine Geschichte als Self-Publisher herauszugeben?

Das kann man kaum in wenigen Worten zusammenfassen. Aber eine Weisheit wird von vielen Selbstverlegern gerne als selbstverständlich angesehen und daher manchmal etwas vernachlässigt: die Qualität des Produktes. Am Anfang war das Wort und bei seiner Qualität darf man nicht geizen. Testleser und Testzuhörer sind sehr wichtig, um sein Buch marktreif zu machen. Leider kann man heutzutage viel zu leicht einfach alles veröffentlichen und das Produkt dann als “Buch” bezeichnen. Es ist kein Wunder, dass viele Leute aus der Verlagswelt daher sehr wenig von den Erzeugnissen der Selbstverlegerwelt halten.

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Kinderbuch Lesung

14.05.2014: Kinderbuch-Lesung in einem Hort

Meine Kinderbuch-Lesung am Mittwoch in einem Hort im Norden Berlins mit Erst- und Zweitklässlern hat mir viel Spaß gemacht. Nur durch den direkten Kontakt mit seinen Lesern kann ein Autor live und in Farbe erleben, wie seine Texte ankommen. Es war schön zu beobachten, wie die Kinder an bestimmten Stellen gelacht haben. Der Klassiker, den viele Kinder lustig finden, ist der Apfel, der in den magischen Kristall geworfen wird und als Tomate wieder herauskommt. Aber es war auch toll, die Reaktion insbesondere der Mädchen zu sehen, als ich die Beschreibung des Bärenmädchens Sali vorgelesen habe.

Sali hat dunkelbraunes Fell und eine für ein Bärenmädchen besonders süße Stupsnase. Sie ist ungefähr so groß wie ein 3-jähriges Menschenkind.

Da seufzten die Mädchen und eine sagte: “Sali kann ich mir sooo gut vorstellen.”

Lustig war auch die Fragerunde. Ein Junge fragte mich, woher ich denn die Ideen für meine Kinderbücher nehme. Bevor ich darauf antworten konnte, sagte ein Mädchen: “Na Fantasie natürlich!”

Dann fragte mich ein Junge, ob ich die Bilder denn selber male. Als ich das verneinte, schloss er daraus sofort, dass das bestimmt teuer ist und fragte, ob sich der Buchverkauf dann lohnt. Da musste ich schmunzeln. Ein Mädchen sagte darauf, dass sie auch Bücher schreibt und ihre Bilder selbstverständlich selber malt. Da spart sie ja dann viel Geld und bekommt sicherlich viel mehr für ihre Bücher. Diese Kinder werden später mal sehr gut mit Geld umgehen können. 🙂

Dann gab ich den Kindern eine Einführung in das Thema “eBook” und führte es auf meinem Smartphone zur Begeisterung aller auch vor. Am Ende der Lesung bekam ich einen Blumenstrauß von der Hortleitung, eine wirklich nette Geste.

Beim Buchverkauf gab es auch kuriose Szenen. So wollte ein Erstklässler unbedingt das vierte Buch haben (für Leser ab 8), weil es die meisten Seiten hat. Außerdem fand er den Drachen cool und Dinos (auf dem Cover von Band 1) mag er nicht. Der Junge war bei der Lesung nicht dabei gewesen und bei der Abholung folgten dann dramatische Momente. Er hat kein Buch bekommen.

Verblüfft hat mich das Mädchen, das mit meinen Beispielbüchern vom Verkaufstisch verschwunden ist. Zuerst hat sie sich Band 1 ausgeliehen, im Anschluss Band 2. Nach ca. drei Stunden kam sie dann an und fragte mich, wann denn Jan endlich der Freund von Michael wird und ob die Frau im Mond nun Lenas Mutter ist oder nicht. Da hatte sie die Bücher durchgelesen und Detailfragen gestellt, die ihr Verständnis der Handlung bewiesen! Leider geht sie schon alleine nach Hause und muss jetzt ihre Eltern dort zum Kauf der Reihe überreden. Ihre Sorge, dass sie die Bücher dann ohne meine Unterschrift bekommt, konnte ich ihr nehmen. Natürlich kann man meine Bücher auch mit Signatur online bestellen.

Insgesamt kamen meine Kinderbücher sehr gut an und ich konnte mehr verkaufen, als Kinder an der Lesung teilgenommen haben. Wenn das 5. Kinderbuch im Oktober erscheint, komme ich wieder 🙂

Auszüge aus meinem neuen Interview

Viele Kinderbücher haben süße kleine Tiere als Protagonisten. Bei dir sind es “normale” Kinder. Warum das?

Geschichten mit süßen kleinen Tieren, die harmlose Abenteuer erleben, wollte mein Sohn schon früh nicht mehr hören. Spannender fand er Geschichten mit realen Helden. Derartige Bücher für ein junges Publikum sind jedoch schwer zu finden und meist Klassiker der angelsächsischen Kinderliteratur. Hier denke ich z.B. an den “Zauberer von Oz” und “Alice im Wunderland”. Auch hier sind die Helden “normale” Kinder, die auf magische Weise in eine fremde Welt aufbrechen.

Für ältere Kinder finden sich leichter neuere (aber auch meist angelsächsische) Geschichten. Der große Erfolg von Star Wars und Harry Potter ist auch darin begründet, dass es in diesen Fantasiewelten Helden gibt, mit denen sich der Leser sehr gut identifizieren kann. Das liegt auch daran, dass der Held die Magie selbst gerade erst kennenlernt und die Zauberei erlernen muss.

Mein Ziel war es, solche Geschichten mit “normalen” Helden für ein jüngeres Publikum zu erschaffen.

Probierst du die Bücher an deinem Sohn aus?

Wenn wir gemütlich auf dem Balkon sitzen oder gemeinsam zur Schule gehen, erzähle ich ihm neue Geschichten. Ich frage ihn auch, wie glaubwürdig er das Verhalten meiner Charaktere findet und wie spannend die neuen Ideen sind.

Schreibst du zu bestimmten Zeiten an deine Büchern oder eher, wenn du gerade mal Lust dazu hast?

Ich muss in der richtigen Stimmung dafür sein. Manchmal kommen mir die guten Ideen auch beim Aufwachen oder beim lesen – oder im Gespräch mit meinem Sohn oder meiner Frau.

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Kinderbuch Schreiben

Als Star Wars noch Krieg der Sterne hieß

Meine Inspirationsquellen aus der Kindheit

Mein Sohn und ich besuchten neulich unseren Kiez-Buchladen und er durfte sich ein Buch wünschen. Schon bevor wir den Laden betraten, war klar, dass es etwas “mit Star Wars” sein soll. Als ich 6 Jahre alt war, habe ich nichts dergleichen gewollt. Selbstverständlich habe ich meine Kindheit mit der Lektüre hochwertiger Kinderliteratur verbracht. Auch in Film und Fernsehen konsumierte ich nur pädagogisch wertvolle Produktionen. Stimmt das? Wir werden sehen 🙂

Eines Tages im Jahre 1978 (ich war 7) gingen wir in ein Berliner Kino, ich glaube, es war das Cinema Paris. Wir nannten das damals “in die Stadt fahren”, da wir am Stadtrand wohnten. Im Kino lief ein Film namens “Krieg der Sterne”.

Schon die Anfangssequenz im Weltall mit einem Raumschiff unter Laserbeschuss und mit umwerfender Soundkulisse hat sich für immer in meinen Kopf eingebrannt. Das war genau das, was ich als 7-Jähriger sehen wollte, auch wenn ich das damals nicht wusste.

Da gab es die wunderschöne Prinzessin mit den Kopfhörern (das glaubte ich zumindest lange Zeit). In der LEGO-Welt nennt man sie “Senatorin Leia”. Sie ist nicht zu verwechseln mit der “festlichen Leia”, die im Thronsaal Orden verleiht und keine Kopfhörer trägt.

Es gab die lustigen Roboter und den bösen Superschurken mit Maske und “Kasten”. Ein weiser, alter Zauberer, ein Haudegen mit seinem Alien-Freund und ein Bauernjunge waren die perfekte Besetzung. Am Ende flog dann auch noch etwas richtig cool in die Luft. Mit 7 war ich im siebten Kino-Himmel und wenn heute mein Sohn mit großer Ernsthaftigkeit zum Lichtschwert greift, um die Galaxis zu erobern (oder zu befreien), dann denke ich lächelnd: Ich war genauso 🙂

Mit 11 Jahren wurde Han Solo zu “Indiana Jones” und suchte im Dschungel nach alten Schätzen und in Ägypten nach Artefakten biblischer Wunder. Nebenbei war er ein Frauenschwarm bei seinen Studentinnen – der perfekte Held in einem Abenteuerfilm. In einem George Lucas / Steven Spielberg-Film wurde man nicht enttäuscht.

Mit 12 Jahren konnte ich alle drei Teile von “Star Wars” hintereinander sehen. Da wollte ich gar nicht mehr nachhause, aber leider parkte der Millennium-Falke nicht vor dem Kino.

Ich konsumierte als Heranwachsender nicht nur Kinofilme, ich las ich auch sehr viel. Jetzt kommen wir endlich zu den pädagogisch hochwertigen Büchern, die ich anfangs erwähnt habe. Ich war ein absoluter Fan und Sammler von “Micky Maus” und den “Lustigen Taschenbüchern” 🙂

Dann begegnete mir “Donald Duck”. Insbesondere die “klassischen” Abenteuergeschichten von Carl Barks haben mich begeistert. Mit Donald, seinen frechen Neffen und seinem geizigen Onkel Dagobert erlebte ich zahllose Abenteuer. Und zwar mit Dinos, im Weltraum, in der Tiefsee, bei den Mayas, in Alaska und sogar im Reich der Fantasie (damals noch Phantasie). Immer gab es einen Schatz zu finden und finstere Gesellen stellten sich den fünf Helden in den Weg. Die Charaktere waren glaubwürdig (obwohl sie Enten waren) und die Handlung zwar fantastisch, aber logisch und überaus witzig. In den Geschichten aus den 50er und 60er Jahren blickte der Autor und Zeichner sehr ironisch auf seine Zeit. Unfassbar, dass “Tugendwächter” diese Comics (oder laut “Der Spiegel” auch “Opium in der Kinderstube”) in den 50ern auf westdeutschen Schulhöfen verbrannten (Quelle). In den 70ern waren diese Zeiten glücklicherweise vorbei und mir haben die Comics nicht geschadet. Noch heute lese ich sie zusammen mit meinem Sohn.

In den 70er und 80er Jahren gab es zwar auch “Merchandising-Artikel” und auch Sammelhefte und Spielzeuge kamen damals auf den Markt, aber es war alles noch überschaubar. Heute hingegen gibt es kaum mehr etwas ohne “Star Wars”. Aber auch mein 6-jähriger Sohn hat verstanden, dass die Bilder auf Jogurts und anderen Lebensmitteln nur Bilder sind. Da ist nicht wirklich “Star Wars” drin.

Zu den echten Büchern kam ich erst mit 11 Jahren, als ich auch die Freude am Schreiben entdeckt habe. Ich lieh sämtliche für mich interessante Literatur aus der Bücherei aus, die es gab. Das waren u.a. Krimis, Fantasy und Science-Fiction-Bücher. Fantastische, spannende und lustige Abenteuergeschichten wollte ich als kleiner Junge sehen, hören oder lesen. Ähnliche Geschichten habe ich als Kind geschrieben, zunächst als Comics und später in Schulaufsätzen. Das möchte ich mit meinen Geschichten vom Leuchtturm der Abenteuer auch künftig für ein junges und jung gebliebenes Publikum tun.

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Kinderbuch

Kinderbuch-Autor im Interview

Interview bei “druckstelle” vom 21.11.2013

Ein Auszug der Einführung:

“Einst war Zuhören, war gemeinsames Zuhören noch ganz normal. Erst der Geschichtenerzähler, dann der Vorleser beflügeln die Fantasie von Groß und Klein. Geschichten gehören zu unserer Kultur wie das Ei zum Frühstück. Mindestens! Zum Glück gibt es sie noch. Sie, die Erfinder und Konstrukteure fremder Welten, fabelhafter Wesen und schaurig schöner Abenteuer.”

Ein Auszug aus dem Interview (Einleitung):

“Als Self-Publisher dürfen seine Figuren treiben, was das Kinderherz so mag. Kinder, das sind auch seine liebsten Kritiker. Knallhart! Diesem holden Publikum will es erstmal recht gemacht werden. Nein, das ist kein Kinderspiel. Seinem Sohn hat es der ehemalige IT-Berater zu verdanken, dass er nun allein fürs Geschichtenerzählen in die Tasten haut…”

Interview bei “spothits” vom 06.12.2013

“spothits hat mit dem Autor und Selfpublisher Karim Pieritz über seine Kinderbuchreihe und den Verlag gesprochen. Zudem wollten wir wissen, an welchem Titel er derzeit arbeitet, wo er seine Ideen findet und welche spannenden Geschichten in naher Zukunft zu erwarten.”

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Schreiben

Neue Webseite

Ich heiße Karim Pieritz lebe meiner Familie in Berlin. Zum Schreiben bin ich dort gekommen, wo man es ursprünglich lernt, nämlich in der Grundschule. Meine ersten Geschichten schrieb ich in Anfang der 80er-Jahre als Fünftklässler, allerdings nicht im regulären Unterricht, sondern bei einem Vertretungslehrer. Um uns zu beschäftigen, forderte er jeden auf, sich eine Geschichte auszudenken und aufzuschreiben. So konnte ich erstmals leeren Blättern mit meinem Füller Leben einhauchen. Die Abenteuer, die ich zuvor als Comics aufgemalt hatte, manifestierten sich so in einer viel ausführlicheren Form.

Ab der 7. Klasse konnte ich meine schriftstellerische Neigung in Deutsch-Aufsätzen ausleben. Meine Lehrerin motivierte mich dazu, meine überlangen Abenteuergeschichten zuhause weiterzuschreiben. Nach Fertigstellung las ich die Geschichten dann meinen Mitschülern vor – meinem ersten Publikum. Das Feedback der Zuhörer war eine tolle Erfahrung.

So schrieb ich bis in die 90er Jahre hinein zahlreiche Kurzgeschichten und eine SF-Parodie. Während des Studiums zum Dipl.-Ing. (FH) habe ich in der Studentenzeitung “Zyan” einige Geschichten davon veröffentlicht. Einige meiner Geschichten habe ich auch in Mailboxen und Newsgroups veröffentlicht, später dann im Internet auf einer eigenen Homepage. Im späteren Arbeitsalltag als IT-Berater blieb für dieses schöne Hobby aber keine Zeit mehr, es fehlte mir auch die Inspiration. Diese weckte mein Sohn 2010 wieder (damals 3), indem er immer neue Märchen von mir erzählt bekommen wollte. So machte ich mir Notizen und daraus wurde ein ganzes Universum voller magischer Abenteuer. Nach jahrelanger Schreibpause habe ich dann im Sommer 2012 die ersten Sätze geschrieben. Da wurde mir bewusst, was ich vermisst hatte.

So entstanden meine “Leuchtturm der Abenteuer”-Kinderbücher. Es sind abgeschlossene, aber mit einem roten Faden verknüpfte Abenteuer mit Fantasy-, Science-Fiction- und Detektiv-Elementen – ein spannender Genre-Mix. Ich schrieb ca. 30 Verlage an und erhielt bislang 20 Absagen. Meist hieß es, die Reihe “passt nicht ins Programm”. Ein Genre-Mix ist für große Publikumsverlage problematisch, da solche Bücher nur schwer in die vom Mainstream vorgegebenen Kategorien passen.

Aufgrund der positiven Reaktionen bei Testlesern habe ich mich entschieden, mich dem Schreiben und Verlegen meiner Bücher zu widmen. So können sie von vielen Kindern gelesen werden und die Magie der Geschichten wird lebendig. Im April 2013 habe ich den ersten Band als Taschenbuch veröffentlicht.

Seit ein paar Wochen erlebe ich viel Zuspruch in den sozialen Netzwerken. Ich möchte mich an dieser Stelle bei meinen Followern und den Käufern meiner Bücher für ihr Feedback und ihre tollen Rezensionen bei Amazon bedanken!

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