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Interview Jugendbuch Lesung

Erlebnisbericht und Bilder vom Wochenende

Das letzte Wochenende war für mich sehr spannend. Es kündigte sich schon letzten Donnerstag an, als die Reinickendorfer Allgemeinen Zeitung (RAZ 13 von 2017, PDF) mein Interview veröffentlicht hat. Das Interview hat mir viel Spaß gemacht und es ist toll, das Ergebnis jetzt in der Zeitung (Auflage: 40.000) stehen zu sehen – in Farbe!

Mein Autoreninterview in der Reinickendorfer Allgemeinen Zeitung

Samstag: Schreibwerkschau Spezial

Am Samstag las ich in der Humboldt-Bibliothek Berlin-Tegel aus meinem Jugendbuch. Trotz der frühen Stunde (die Veranstaltung begann 16:30) waren bis auf meinen Sohn nur Erwachsene zugegen. Die Resonanz war dennoch sehr positiv und ich konnte in der Pause sogar ein paar Bücher verkaufen.

Jugendbuch-Lesung in Humboldt-Bibliothek Berlin-Tegel

Neben Carola Wolff, die aus ihrem Jugendbuch „Ausgerechnet Muse“ und Bettina Kerwien, die aus ihrem Krimi  „Mitternachtsnotar“ lasen, stellten auch einige Autoren der Spandau Krimi Connection ihren neuen Krimi „Hundsgemein“ vor, der in meinem Verlag herausgegeben wird.

Krimi-Lesung in Humboldt-Bibliothek Berlin-Tegel

Sonntag: Kiezfest in Berlin-Waidmannslust

Um 11 Uhr begann das Kiezfest mit dem Gottesdienst.

Kiezfest 2017 in Berlin-Waidmannslust

Meine Frau und ich betreuten den Stand, an dem ich das ganze Programm meines Verlages anbot.

Buchverkauf beim Kiezfest 2017 in Berlin-Waidmannslust

Um 13:30 wurde es ernst. Ich wurde auf die Bühne gerufen und fühlte die erwartungsfrohen Blicke der Zuschauer auf mir. Die Bänke waren noch voll, da kurz vor mir ein Tenor seine Arien geschmettert hatte. Ich fühlte mich wie ein Stand-Up-Comedian und erzählte ohne Skript frei von der Leber weg aus meinem Leben als Schriftsteller. Ich las noch ein paar Seiten aus meiner Kinderbuch-Reihe und schon waren die 15 Minuten vorbei und es gab Applaus. Vielleicht wäre ja tatsächlich eine Karriere als Comedian was für mich? 🙂

Kinderbuch-Vorstellung und Lesung beim Kiezfest

Am Stand verkauften sich dieselben Bücher gut, die sich auch im Buchhandel (und speziell bei Amazon) sehr gut verkaufen: „Leuchtturm der Abenteuer Sammelband 1-3“ und „Die Jagd nach dem geheimnisvollen Rollsiegel“ (Hardcover-Ausgaben).

Signierstunde beim Kiezfest

Natürlich habe ich die Bücher auch signiert. Besonders gefreut hat mich, dass ich auch „Fans der ersten Stunde“ dort wieder traf. Diese drei Mädchen hatten schon alle meine Kinderbücher gelesen und waren total begeistert, dass ich ein neues Buch im Angebot hatte.

Es war ein tolles Wochenende und vielleicht haben meine Aktivitäten der letzten Zeit auch dazu geführt, dass die Verkaufszahlen meines neuen Jugendbuches jetzt durch die Decke gehen. Das motiviert mich sehr, mich an das Schreiben der Fortsetzung zu machen.

Bestseller-Ranking neues Jugendbuch 2017

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Interview Jugendbuch Kinderbuch

Interview mit Kinderreportern in der Zeitung

Heute wurde mein Interview, das die Kinderreporter der Reinickendorfer Allgemeinen Zeitung (RAZ 13 von 2017, PDF) kürzlich mit mir gemacht haben, in der Kinderpost auf Seite 13 veröffentlicht. Vorgestellt werden auch der Sammelband 1-3 meiner Kinderbuch-Reihe und mein neues Jugendbuch. Erwähnt werden auch die bevorstehende Schreibwerkschau am kommenden Samstag und das Kiezfest am Sonntag.

Das Interview hat mir viel Spaß gemacht und es ist toll, das Ergebnis jetzt in der Zeitung (Auflage: 40.000) stehen zu sehen – in Farbe!

Kinderbuch Jugendbuch in Kinderpost RAZ

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Interview Lesung

16.07.2017: Das Kiezfest und andere Neuigkeiten

Ich wurde kürzlich von Kinder-Reportern mit zahllosen Fragen konfrontiert. Als Location für das Interview habe ich die Humboldt-Bibliothek Berlin-Tegel gewählt, in der ich seit 2013 wöchentlich an einem Writers Coaching teilnehme und wo ich das für das literarische Schreiben so wichtige Handwerkszeug gelernt habe.

Das Interview hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich bin auf das Ergebnis gespannt, das voraussichtlich im Juli erscheinen wird.

13. Waidmannsluster Kiezfest

Am Sonntag, den 16. Juli 2017, von 11:00 – 18:00, bin ich mit einem Stand auf dem Kiezfest.  Nach dem Gottesdienst beginnt ab 12 Uhr das vielfältige Bühnenprogramm mit Sängern, Instrumentalisten, einer Tanzgruppe und anderes mehr. Um 13:30 werde ich meine Kinderbuch-Reihe vorstellen.

Auf der Gemeindewiese gibt es neben meinem Stand noch viele Marktstände von Waidmannsluster Geschäftsleuten, Sozialverbänden, Schulen und anderen. Für Kinder gibt es ein extra Programm mit Hüpfburg, Spielen, Malen und mehr.

16.07.2017: Das Kiezfest und andere Neuigkeiten

Schreibwerkschau Spezial

Ebenfalls im Juli findet die Schreibwerkschau Spezial statt, bei der ich aus meinem Jugendbuch lesen werde.

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Interview

Liebster Award 2015

Ich wurde von Martin M. Uhland für den „Liebster Award“ nominiert, vielen Dank dafür. Deine 11 Fragen beantworte ich gerne.

Info zum Liebster Award – Discover new blogs:

Die Blogger Initiative „Liebster Award“ will tollen Blogs/Autoren zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen. Elf Fragen beantwortet der Nominierte, dann stellt er (oder sie) elf neue Fragen an seine empfohlenen Blogs/Autoren. Eine spannende Aktion, bei der wir die Menschen, die uns online begleiten, besser kennen lernen können.

LiebsterAward

Das sind die Regeln:

  1. Danke der Person, die dich für den *Liebster Award* nominiert hat, und verlinke ihren Blog/ihre Seite in Deinem Beitrag.
  2. Beantworte die elf Fragen, die Dir gestellt wurden.
  3. Nominiere bis zu elf weitere Blogger/Autoren für den *Liebster Award*. Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für Deine nominierten Blogs/Autoren zusammen.
  4. Schreibe diese Regeln in Deinen *Liebster Award* Artikel, damit die Nominierten wissen, was sie tun müssen.
  5. Informiere Deine nominierten Blogger/Autoren über die Nominierung und Deinen Beitrag.

Martins Fragen:

1. Seit wann bist du Autor?

Im März 2013 habe ich mein erstes Kinderbuch „Die Reise nach Himmelblau“ als eBook veröffentlicht, kurz darauf als Taschenbuch. Seitdem blogge ich über meine Erfahrungen als Self-Publisher und Autor.

2. Warum schreibst / bloggst du? Was motiviert dich zum Schreiben?

Ich habe mir schon als Kind Geschichten ausgedacht und aufgeschrieben, irgendwie liegt mir das im Blut. Zu meinen Kinderbüchern hat mich mein Sohn inspiriert und zu meinem aktuellen Projekt (ein Jugendbuch) inspiriert mich die aktuelle politische Lage und das Thema Werte bzw. deren Verfall.

3. Was liegt dir beim Schreiben / Bloggen am meisten am Herzen?

In meinen Geschichten gibt es immer eine Botschaft, eine „Moral von der Geschicht“. Wenn diese Botschaft zum Nachdenken anregt, habe ich mein wichtigstes Ziel erreicht. Allerdings sollen die Geschichten auch unterhalten. Ich lese selbst meist nur Bücher, die diese Gratwanderung zwischen Unterhaltung und philosophischen Ansprüchen meistern.

4. Welche Projekte hast du bereits verwirklichen können?

Ich habe 6 Kinderbücher mit stetig steigender Seitenzahl (von 62 bis 200), mehrere Erstlesebücher und eine englische- und zweisprachige Ausgabe veröffentlicht.

5. Wer hat dich dabei unterstützt?

Meine Frau und mein Sohn, ohne die meine Bücher undenkbar gewesen wären.

6. Welche Zielgruppe willst du erreichen?

Bei den Kinderbüchern Leseanfänger ab 6 Jahren, fortgeschrittene Leser ab 8 Jahren und mit meinem Jugendbuch (mein aktuelles Projekt) dann Jugendliche ab 11 Jahren.

7. Spielt der finanzielle Aspekt bei dir als Autor bzw. Blogger eine Rolle?

Leben kann ich von meinen Büchern nicht, auch wenn sie oft Bestseller bei Amazon in verschiedenen Kategorien sind. Es ist mir aber wichtig, dass sich die extern beauftragten Illustrationen in absehbarer Zeit amortisieren und ich spätestens dann einen kleinen Zusatzverdienst habe.

8. Wie viel Zeit verbringst du am Tag mit dem Schreiben / Bloggen und wieviel Zeit verbringst du am Tag mit deiner Familie?

Ich versuche, Familie, Hausarbeit und Schreiben in einer guten Balance zu halten. Glücklicherweise läuft der Großteil meines Buchverkaufs vollautomatisch über Amazon und ich bekomme von Druck, Rechnungsstellung, Verpackung und Versand der Bücher nichts mit. So kann ich mich in meiner „Freizeit“ auf das Schreiben konzentrieren.

9. Wie reagiert dein Umfeld auf deine Tätigkeit (Familie, Partner, Freunde)?

Sehr unterschiedlich. Einige beneiden mich darum, dass ich mir einen Traum verwirkliche und andere sehen nur die finanziellen Aspekte.

10. Welche Ziele bzw. Projekte willst du dieses Jahr noch erreichen bzw. fertig stellen?

Dieses Jahr will ich mit dem Schreiben meines Jugendbuches fertigwerden.

11. Über was würdest du auf keinen Fall schreiben bzw. bloggen wollen?

Private Dinge poste ich nicht, dazu zählen auch Fotos meines Sohnes. Das Internet vergisst nichts.

Ich nominiere für den „Liebster Award“:

  • Carola Wolff
  • Bettina Kerwien
  • Finisia Moschiano
  • Michael Kruschina
  • Bodo Manstein
  • Frau Kunz

Was ich schon immer wissen wollte, aber nie zu fragen wagte:

Meine Fragen:

  1. Wie bist Du zum Schreiben/Bloggen gekommen?
  2. Hast Du eine Inspirationsquelle / Muse?
  3. Wie wichtig ist Dir das Feedback Deiner Leser?
  4. Was reagierst Du bei negativer Kritik (z.B. bei einer RICHTIG bösen 1-Sterne-Rezension)?
  5. Wie bist Du auf Dein Genre bzw. Blog-Thema gekommen?
  6. Kannst Du Dir (als Verlagsautor) vorstellen, Dein nächstes Buch auch selbst zu veröffentlichen bzw. wärst Du (als Self-Publisher) gerne in einem Verlag? Und warum?
  7. Schaust Du täglich nach Deinen Bücher-Verkaufszahlen bzw. Blog-Besucherzahlen?  Und wenn Deine Zahlen sinken – was machst Du dann?
  8. Der eBook-Markt ist rückläufig. Wie siehst Du die Zukunft dieses Mediums?
  9. Wie sind Deine Erfahrungen mit Buchmessen? Zogen Deine Buchverkäufe an? Konntest Du neue Dinge lernen?
  10. In welchen sozialen Medien bist Du am aktivsten und warum ausgerechnet dort?
  11. Hast Du ein Lieblingsbuch oder Lieblingsautoren und wenn ja, warum dieses bzw. dieser?
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Interview Kinderbuch

Mein Autoren-Interview bei der Leser-Welt

Ein Interview mit mir wurde jetzt bei Leser-Welt.de veröffentlicht. Dass mein Interview jetzt neben den Interviews von so erfolgreichen Autoren wie Wolfgang Hohlbein zu finden ist, erfreut mich sehr.

Anbei ein Auszug:

Ich schätze an deinen Geschichten den Reichtum an „fantastischen“ Ideen und die wissenschaftliche Genauigkeit. Wie erklärst du dir den Erfolg deiner Erzählungen?

Mein Slogan lautet: spannende, magische und lustige Kinderbücher. Diese drei Punkte sind für mich von großer Bedeutung, da ich selbst solche Geschichten auch gerne lese, höre oder sehe.

Wenn man eine Geschichte in einer gewöhnlichen Welt beginnt, kann sich der Leser sehr gut in den Helden hineinversetzen. Dann geschieht etwas Fantastisches. Die Kunst ist es, dieses Ereignis so glaubwürdig wie möglich zu beschreiben und zu erklären. Erst dann kann der Leser sich vorstellen, dass es wirklich so passieren könnte und das macht es so spannend.

In das magische Transportsystem meines Universums habe ich viel Zeit investiert. In der Wissenschaft gibt es Theorien, die einen Informationsfluss jenseits aller Geschwindigkeitsbeschränkungen ermöglichen. Das Problem ist, dass die miteinander „verschränkten“ Objekte erst einmal auf gewöhnliche Weise durch die unendlichen Weiten des Alls transportiert werden müssen. Dieses Problem löse ich mit einem Raumschiff, dass durch einen ausgemusterten Kampfroboter gesteuert wird.

Man könnte fragen, warum ich es so kompliziert mache. Warum zaubern die Magier meines Universums nicht einfach ohne Regeln? Die Antwort ist einfach: Jedes Kind lernt schon im Kindergarten, dass die Welt nicht ohne Regeln funktioniert. Wieso sollte die magische Zauberwelt da eine Ausnahme machen? Das entspricht ja nicht dem alltäglich Erlebten und die Magie wird dadurch unglaubwürdig.

Ein spannendes Ereignis in einer magischen Welt mit Regeln reicht aber nicht aus, um eine gute Geschichte zu erzählen. Ich liebe es, eine perfekte Welt dieser Art aufzubauen und dann meine Charaktere auf sie loszulassen. So ist insbesondere Michaels bester Freund Tim die ideale Besetzung für lustige Erlebnisse. Er ist ein Draufgänger und von der Art Mensch, der erst auf den großen roten Knopf drückt und danach das Schild „bitte nicht drücken“ liest. Michael ist dann meist derjenige, der Tim (und die übrige Welt) retten muss. Nur durch solche Charaktere beginnt das Universum zu leben und die Handlung setzt ein.

Aus meine Sicht legst du dich nicht auf ein Genre fest und mixt fleißig – warum?

Als ich mit dem Schreiben dieser Reihe begann, sagte ich mir nicht: „So, jetzt wird das Genre geschüttelt, nicht gerührt!“ Meine Helden brechen in eine neue, unbekannte Welt auf, um dort zu lernen und mit neuen Erkenntnissen oder Fähigkeiten in ihre alte Welt zurückkehren. Das „Hauptgenre“ ist daher der Abenteuerroman.

Die Geschichte, die ich erzähle, enthält jedoch Elemente, die man auch anderen Genres zuordnen kann. Magische Kristalle und böse Zauberer gehören in die Fantasy- oder Märchenwelt, während Raumschiffe und Kampfroboter eindeutig der Science-Fiction zugeordnet werden können. Hier hätte ich klarer trennen können, z.B. durch Konzentration auf die klassische Märchenwelt. Ich wollte aber zeitgemäße Abenteuer schreiben. Kinder, die es gewohnt sind, alle Antworten durch Streicheln eines kleinen glänzenden High-Tech-Kästchens beantwortet zu bekommen, wollen mehr, als einen magischen Zauberkristall. Das gilt auch für mich, heute wie damals als Kind. 1978 sah ich das erste Mal „Krieg der Sterne“, den wohl bekanntesten Genre-Mix der Kinogeschichte. Die wunderschöne Prinzessin aus der Märchenwelt und die coolen Raumschiffe, Aliens und Roboter aus der Science-Fiction-Welt begeisterten mich.

Könntest du dir vorstellen einen Roman für Erwachsene zu verfassen, oder sind Kinder das bessere Publikum?

Kinder sind im Gegensatz zu Erwachsenen sehr tolerant, z.B. bezüglich des Genres oder anderer Stilfragen. Ein Kind lacht über Klischees und zappelt vor Aufregung bei einem Cliffhanger. Erwachsene – insbesondere aus der Autorenzunft – schieben so ein Buch schnell in die Schublade der Trivialliteratur.

Ich arbeite gerade an einem Roman für Erwachsene. Das Buch soll eine Abenteuerkomödie mit einer Prise Science-Fiction, Mystery und Thriller werden.

Was würdest du mir raten, falls ich auf die Idee käme eine Geschichte als Self-Publisher herauszugeben?

Das kann man kaum in wenigen Worten zusammenfassen. Aber eine Weisheit wird von vielen Selbstverlegern gerne als selbstverständlich angesehen und daher manchmal etwas vernachlässigt: die Qualität des Produktes. Am Anfang war das Wort und bei seiner Qualität darf man nicht geizen. Testleser und Testzuhörer sind sehr wichtig, um sein Buch marktreif zu machen. Leider kann man heutzutage viel zu leicht einfach alles veröffentlichen und das Produkt dann als „Buch“ bezeichnen. Es ist kein Wunder, dass viele Leute aus der Verlagswelt daher sehr wenig von den Erzeugnissen der Selbstverlegerwelt halten.

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Interview Kinderbuch Lesung

14.05.2014: Kinderbuch-Lesung in einem Hort

Meine Kinderbuch-Lesung am Mittwoch in einem Hort im Norden Berlins mit Erst- und Zweitklässlern hat mir viel Spaß gemacht. Nur durch den direkten Kontakt mit seinen Lesern kann ein Autor live und in Farbe erleben, wie seine Texte ankommen. Es war schön zu beobachten, wie die Kinder an bestimmten Stellen gelacht haben. Der Klassiker, den viele Kinder lustig finden, ist der Apfel, der in den magischen Kristall geworfen wird und als Tomate wieder herauskommt. Aber es war auch toll, die Reaktion insbesondere der Mädchen zu sehen, als ich die Beschreibung des Bärenmädchens Sali vorgelesen habe.

Sali hat dunkelbraunes Fell und eine für ein Bärenmädchen besonders süße Stupsnase. Sie ist ungefähr so groß wie ein 3-jähriges Menschenkind.

Da seufzten die Mädchen und eine sagte: „Sali kann ich mir sooo gut vorstellen.“

Lustig war auch die Fragerunde. Ein Junge fragte mich, woher ich denn die Ideen für meine Kinderbücher nehme. Bevor ich darauf antworten konnte, sagte ein Mädchen: „Na Fantasie natürlich!“

Dann fragte mich ein Junge, ob ich die Bilder denn selber male. Als ich das verneinte, schloss er daraus sofort, dass das bestimmt teuer ist und fragte, ob sich der Buchverkauf dann lohnt. Da musste ich schmunzeln. Ein Mädchen sagte darauf, dass sie auch Bücher schreibt und ihre Bilder selbstverständlich selber malt. Da spart sie ja dann viel Geld und bekommt sicherlich viel mehr für ihre Bücher. Diese Kinder werden später mal sehr gut mit Geld umgehen können. 🙂

Dann gab ich den Kindern eine Einführung in das Thema „eBook“ und führte es auf meinem Smartphone zur Begeisterung aller auch vor. Am Ende der Lesung bekam ich einen Blumenstrauß von der Hortleitung, eine wirklich nette Geste.

Beim Buchverkauf gab es auch kuriose Szenen. So wollte ein Erstklässler unbedingt das vierte Buch haben (für Leser ab 8), weil es die meisten Seiten hat. Außerdem fand er den Drachen cool und Dinos (auf dem Cover von Band 1) mag er nicht. Der Junge war bei der Lesung nicht dabei gewesen und bei der Abholung folgten dann dramatische Momente. Er hat kein Buch bekommen.

Verblüfft hat mich das Mädchen, das mit meinen Beispielbüchern vom Verkaufstisch verschwunden ist. Zuerst hat sie sich Band 1 ausgeliehen, im Anschluss Band 2. Nach ca. drei Stunden kam sie dann an und fragte mich, wann denn Jan endlich der Freund von Michael wird und ob die Frau im Mond nun Lenas Mutter ist oder nicht. Da hatte sie die Bücher durchgelesen und Detailfragen gestellt, die ihr Verständnis der Handlung bewiesen! Leider geht sie schon alleine nach Hause und muss jetzt ihre Eltern dort zum Kauf der Reihe überreden. Ihre Sorge, dass sie die Bücher dann ohne meine Unterschrift bekommt, konnte ich ihr nehmen. Natürlich kann man meine Bücher auch mit Signatur online bestellen.

Insgesamt kamen meine Kinderbücher sehr gut an und ich konnte mehr verkaufen, als Kinder an der Lesung teilgenommen haben. Wenn das 5. Kinderbuch im Oktober erscheint, komme ich wieder 🙂

Auszüge aus meinem neuen Interview

Viele Kinderbücher haben süße kleine Tiere als Protagonisten. Bei dir sind es „normale“ Kinder. Warum das?

Geschichten mit süßen kleinen Tieren, die harmlose Abenteuer erleben, wollte mein Sohn schon früh nicht mehr hören. Spannender fand er Geschichten mit realen Helden. Derartige Bücher für ein junges Publikum sind jedoch schwer zu finden und meist Klassiker der angelsächsischen Kinderliteratur. Hier denke ich z.B. an den „Zauberer von Oz“ und „Alice im Wunderland“. Auch hier sind die Helden „normale“ Kinder, die auf magische Weise in eine fremde Welt aufbrechen.

Für ältere Kinder finden sich leichter neuere (aber auch meist angelsächsische) Geschichten. Der große Erfolg von Star Wars und Harry Potter ist auch darin begründet, dass es in diesen Fantasiewelten Helden gibt, mit denen sich der Leser sehr gut identifizieren kann. Das liegt auch daran, dass der Held die Magie selbst gerade erst kennenlernt und die Zauberei erlernen muss.

Mein Ziel war es, solche Geschichten mit „normalen“ Helden für ein jüngeres Publikum zu erschaffen.

Probierst du die Bücher an deinem Sohn aus?

Wenn wir gemütlich auf dem Balkon sitzen oder gemeinsam zur Schule gehen, erzähle ich ihm neue Geschichten. Ich frage ihn auch, wie glaubwürdig er das Verhalten meiner Charaktere findet und wie spannend die neuen Ideen sind.

Schreibst du zu bestimmten Zeiten an deine Büchern oder eher, wenn du gerade mal Lust dazu hast?

Ich muss in der richtigen Stimmung dafür sein. Manchmal kommen mir die guten Ideen auch beim Aufwachen oder beim lesen – oder im Gespräch mit meinem Sohn oder meiner Frau.

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Interview Kinderbuch

Kinderbuch-Autor Karim Pieritz im Interview

Interview bei „druckstelle“ vom 21.11.2013

Ein Auszug der Einführung:

„Einst war Zuhören, war gemeinsames Zuhören noch ganz normal. Erst der Geschichtenerzähler, dann der Vorleser beflügeln die Fantasie von Groß und Klein. Geschichten gehören zu unserer Kultur wie das Ei zum Frühstück. Mindestens! Zum Glück gibt es sie noch. Sie, die Erfinder und Konstrukteure fremder Welten, fabelhafter Wesen und schaurig schöner Abenteuer.“

Ein Auszug aus dem Interview (Einleitung):

„Als Self-Publisher dürfen seine Figuren treiben, was das Kinderherz so mag. Kinder, das sind auch seine liebsten Kritiker. Knallhart! Diesem holden Publikum will es erstmal recht gemacht werden. Nein, das ist kein Kinderspiel. Seinem Sohn hat es der ehemalige IT-Berater zu verdanken, dass er nun allein fürs Geschichtenerzählen in die Tasten haut…“

Interview bei „spothits“ vom 06.12.2013

„spothits hat mit dem Autor und Selfpublisher Karim Pieritz über seine Kinderbuchreihe und den Verlag gesprochen. Zudem wollten wir wissen, an welchem Titel er derzeit arbeitet, wo er seine Ideen findet und welche spannenden Geschichten in naher Zukunft zu erwarten.“

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Interview Kurzgeschichten

Wie sind Sie zum Schreiben gekommen und Autor geworden?

Wie sind Sie zum Schreiben gekommen und Autor geworden?Zum Schreiben bin ich dort gekommen, wo man es ursprünglich lernt, nämlich in der Grundschule. Meine ersten Geschichten schrieb ich in Anfang der 80er-Jahre als Fünftklässler, allerdings nicht im regulären Unterricht, sondern bei einem Vertretungslehrer. Um uns zu beschäftigen, forderte er jeden auf, sich eine Geschichte auszudenken und aufzuschreiben. So konnte ich erstmals leeren Blättern mit meinem Füller Leben einhauchen. Die Abenteuer, die ich zuvor als Comics aufgemalt hatte, manifestierten sich so in einer viel ausführlicheren Form.
Ab der 7. Klasse konnte ich meine schriftstellerische Neigung in Deutsch-Aufsätzen ausleben. Meine Lehrerin motivierte mich dazu, meine überlangen Abenteuergeschichten zuhause weiterzuschreiben. Nach Fertigstellung las ich die Geschichten dann meinen Mitschülern vor – meinem ersten Publikum. Das Feedback der Zuhörer war eine tolle Erfahrung.
So schrieb ich bis in die 90er Jahre hinein zahlreiche Kurzgeschichten und während des Studiums einen Roman. Einige meiner Geschichten habe ich in »Mailboxen« und »Newsgroups« veröffentlicht, später dann im Internet auf einer eigenen Homepage und in einem Studentenmagazin.
Ende der 90er brach der Berufsalltag als IT-Berater über mich herein und so fehlte mir viele Jahre die Inspiration. Diese weckte mein Sohn 2010 wieder (damals 3), indem er immer neue Märchen von mir erzählt bekommen wollte. So machte ich mir Notizen und daraus wurde ein ganzes Universum voller magischer Abenteuer. Nach jahrelanger Schreibpause habe ich dann im Sommer 2012 die ersten Sätze geschrieben. Da wurde mir bewusst, was ich vermisst hatte.
Meine Kinderbücher sind abgeschlossene, aber mit einem roten Faden verknüpfte Abenteuer mit Fantasy-, Science-Fiction- und Detektiv-Elementen – ein spannender Genre-Mix. Ich schrieb ca. 30 Verlage an und erhielt bislang 20 Absagen. Meist hieß es, die Reihe »passt nicht ins Programm«. Ein Genre-Mix ist für große Publikumsverlage problematisch, da solche Bücher nur schwer in die vom Mainstream vorgegebenen Kategorien passen.
Die Geschichten sind aber zu schön, um sie in der digitalen Schublade versauern zu lassen. Aufgrund der positiven Reaktionen bei Testlesern habe ich mich entschieden, mich dem Schreiben und Verlegen meiner Bücher zu widmen. So können sie von vielen Kindern gelesen werden und die Magie der Geschichten wird lebendig. Im April habe ich den ersten Teil und im Juni den zweiten Teil als Taschenbuch veröffentlicht. Im Oktober geht das Abenteuer mit dem dritten Buch weiter.
Seit ein paar Wochen erlebe ich viel Zuspruch in den sozialen Netzwerken. Ich möchte mich an dieser Stelle bei meinen Followern und den Käufern meiner Bücher für ihr Feedback und ihre tollen Rezensionen bei Amazon bedanken!
Claudia Dieterle hatte zur Blogparade aufgerufen.