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Kinderbuch Schreiben

Mädchen im Kinderbuch

Bei den klassischen Märchen spielen die Mädchen oftmals das Opfer. Das Mädchen ist die Unschuld vom Lande, die der Prinz oder Ritter retten muss. Meine Kinderbücher beginnen auch sehr klassisch, jedoch sind die Mädchen aus unserer Zeit – und die lassen sich nicht mehr alles gefallen, auch wenn man sie in ein klassisches Rollenbild hineindrängen möchte. Die Mädchen in meiner Kinderbuch-Reihe sind mutig und abenteuerlustig und den Jungs ebenbürtig.

Die Mädchen vom Leuchtturm der Abenteuer

Lena aus dem Kinderbuch Leuchtturm der AbenteuerLena, die ältere Schwester von Jan, ist intelligent und sehr kritisch. Während die Jungs bestimmte Ereignisse als gegeben hinnehmen, hinterfragt sie die Dinge. Als sie von fiesen Zwergen entführt wird, entdeckt sie ihre kämpferische Seite und plant gemeinsam mit den Jungs ihre Flucht.
Sali aus dem Kinderbuch Leuchtturm der AbenteuerDas Bärenmädchen Sali war schon im Kindergarten außergewöhnlich mutig und gerechtigkeitsliebend. Jemand, der in Not ist, muss gerettet werden, selbst dann, wenn alle anderen aus unerfindlichen Gründen nichts tun. Sali ist die treibende moralische Instanz in meinen Büchern und sie legt sich ohne Furcht mit den übelsten Zauberern ihrers Planeten an.
Lisa aus dem Kinderbuch Leuchtturm der AbenteuerDie kleine Lisa ist ein typisches Geschwisterkind, bei dem der Altersunterschied zu hoch ist. Sie weiß von den geheimnisvollen Abenteuern, die ihr Bruder erlebt, aber niemand glaubt ihr diese Geschichten. Auch sie wird von einem Piraten entführt, aber der muss sich einige wüste Beschimpfungen von ihr anhören. Von einem ängstlichen Opfer ist Lisa weit entfernt.

Kochlöffel oder Zauberstab?

Folgenden Satz wollte ich im Kinderbuch “Flucht durch Bärenstadt” einen weisen Zauberer über das Bärenmädchen Sali sagen lassen:

Mädchen sind gute Zauberer.

Was stimmt bei diesem Satz nicht? Ja, richtig! Mädchen sind gar keine Zauberer, sondern Zauberinnen. Also nochmal:

Mädchen sind gute Zauberinnen.

Und? Stimmt da etwa immer noch etwas nicht? Ja, Mädchen sind im Märchen gar keine Zauberinnen, sondern Hexen!

Ich habe in den 90er Jahren studiert und wurde mit der politischen Korrektheit infiziert. In jedem Schreiben der Studentenvertretung waren wir “StudentInnen”. Das las sich damals wie heute nicht schön, hat aber dazu geführt, dass ich beim Überarbeiten meiner Bücher über solche Dinge nachdenke.

Was mache ich nun mit meinen begabten Mädchen? Folge ich der Märchen-Vorlage, bei der nur Jungs mit ihrem coolen Stab echte Zauberer sind und Mädchen mit ihrem Kochlöffel an den Kessel verbannt werden? Hexen haben aber leider kein positives Image, immerhin locken sie kleine Kinder zu sich ins Haus, um sie zu mästen und aufzufressen.

Da kommt mir die aktuelle Reform der Straßenverkehrsordnung zu Hilfe. Dort gibt es keine Radfahrer mehr. Es gibt aber auch keine Radfahrerinnen. Was haben die Autoren getan? Haben sie gezaubert? Nein, sie haben getrickst. Es gibt jetzt nur noch Personen, die z.B. ein “Rad führen”. Also nochmal:

Mädchen führen einen Zauberstab gut.

Das war wohl nix. Wie wäre es mit einem substantivierten Partizip, so wie es mittlerweile auch die Studierenden machen?

Mädchen sind gute Zaubernde.

Das wird nichts. Oder doch? Ich habe das Problem in “Flucht durch Bärenstadt” mit “Show don’t tell” gelöst:

“Mädchen können ganz toll zaubern”, sagt Meister Bärlo zu Sali, “und du bist sehr begabt.”

Lustige Geschichten auch für Mädchen

Lena und ihre Puppen (Mädchen im Kinderbuch)

Ich versuche in meinen Büchern, humorvolle Abenteuer auch für Mädchen zu erzählen. Dabei verwende ich gerne Klischees aus der Mädchenliteratur und so dürfen Puppen natürlich nicht fehlen. Diese Puppen jedoch werden lebendig, verlieben sich in Zwerge und tanzen der schockierten Lena auf der Nase herum.

In “Gefahr in Immergrün” folgt der Pirat Obertatze den Kindern auf die Erde. Jetzt sehen ihn Michael und Tim im Sandkasten sitzen – zusammen mit Tims kleiner Schwester Lisa. Sie hat ihrem neuen Teddy ein rosafarbenes Kleid angezogen, ohne zu ahnen, dass dieser knuffige Bär ein lebendiger Pirat ist!

»Mama sollte ihn mal waschen. Der stinkt«, sagt Tim, hält sich die Nase zu und würgt.
»Am besten in der Kochwäsche«, lacht Michael.
»Dann schrumpft er aber«, entgegnet Lisa. »Duschen ist besser.«

Lisas vernünftige und typisch weibliche Reaktion dürfte Mädchen zum Schmunzeln bringen.

Sie zieht dem Bären das Kleid aus, wirft einen Haufen Sand auf ihn und reibt ihn damit ein. Im Anschluss klopft sie ihm kräftig das Fell sauber und zieht ihn wieder an. Die Jungs beobachten sie dabei grinsend.

Das ist für alle gleichermaßen lustig. Außer für Obertatze.

Spannende Nebenhandlungen

Lena und die Frau im Mond (Mädchen im Kinderbuch)

Die mysteriösen Nebenhandlungen, die insbesondere Leser ab 8 Jahren ansprechen, sind für Jungen wie Mädchen spannend und fügen meinen Abenteuern etwas Rätselhaftes hinzu. Schon im ersten Band “Die Reise nach Himmelblau” gibt es gewisse Andeutungen. Kleine Sätze, die man gut überlesen kann, die aber Fragen aufwerfen.

Eine Nebenhandlung ist die “Frau im Mond”. Lena entdeckt in “Flucht durch Bärenstadt” ihre Mutter als Heiligenstatue auf einem fremden Planeten. Wie ist das möglich? Purzels logische Erklärung, dass jemand, der tausende Jahre auf einem Mond schläft, einfach nicht die Mutter eines Kindes von heute sein kann, glaubt sie. Die Logik gewinnt – zunächst.

Fazit

Jedes Kind ist individuell so verschieden, dass das Geschlecht nicht das bedeutendste Kriterium ist. Jungs und Mädchen sind gleichermaßen neugierig und abenteuerlustig und ich bin sicher, dass alle mit meinen Kinderbüchern lustige, spannende und rätselhafte Abenteuer erleben werden. Vielleicht werden die Bücher sogar gemeinsam von 5-jährigen Mädchen mit ihren 10-jährigen Brüdern gelesen (oder umgekehrt). Dann haben sie etwas gefunden, das ihnen beiden gefällt.

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Jungen im Kinderbuch

In meiner Kinderbuch-Reihe können die Jungen mit Schwertern kämpfen, Freunde in Not retten und Helden sein – wie in klassischen Abenteuergeschichten.

Die Jungen vom Leuchtturm der Abenteuer

Michael aus dem Kinderbuch Leuchtturm der AbenteuerMichael nimmt im ersten Band als Identifikationsfigur den Leser auf seine abenteuerliche »Reise nach Himmelblau« mit. Michael ist vorsichtig und sein Lieblingswort ist ein ängstliches »Oje«. Trotz seiner Sorgen scheut er nicht davor zurück, einem Freund in Not zu helfen.
Timaus dem Kinderbuch Leuchtturm der AbenteuerSein bester Freund Tim handelt erst und denkt später. Sein Lieblingswort ist „Au weia“, wenn er mal wieder Unfug gemacht hat. Ohne ihn würde Michael zu sehr grübeln und wichtige Dinge verpassen. Michael hingegen ist für ihn die Stimme der Vernunft, die beiden ergänzen sich also prächtig.
Purzel aus dem Kinderbuch Leuchtturm der AbenteuerDer Elfenjunge Purzel ähnelt Michael stärker, denn auch er schmiedet lieber erst einen Plan, bevor er handelt. Er ist ein wenig verträumt und verliert öfter mal etwas. Obwohl auf Himmelblau ein magischer Kristall Wunder vollbringen kann und er selbst mal Zauberer werden will, denkt er sehr logisch.
Jan aus dem Kinderbuch Leuchtturm der AbenteuerJan tritt zu Beginn als »böser Mitschüler« in Erscheinung. Später freunden sich Michael und Tim mit ihm an. Jans Eltern sind verschwunden, als er 3 Jahre alt war. Er vermutet, dass sie Geheimagenten sind und schnell weg mussten, weil sie ihre Kinder damit schützen wollten.

Identifikation mit den Helden

Die Helden meiner Kinderbücher sind “normale” Kinder aus unserer Welt, mit denen sich die Leser gut identifizieren können. Die Jungen in den Büchern interessieren sich für die Dinge, für die sich viele Jungs in dem Alter interessieren, z.B. Star Wars oder Harry Potter. Die Andeutungen sind oft etwas versteckt und nur für Fans erkennbar. Ein Auszug:

Michael grübelt. »Okay, aber wollen wir da wirklich reingehen?« Er zeigt auf den Wald, der so dicht und dunkel ist, dass man nur die erste Baumreihe erkennen kann. »Ich hab da ein ganz mieses Gefühl.«

Etwas offensichtlicher ist es in einer Szene, in der Michael das erste Mal zaubert.

»Moment, ich probiere es nochmal«, sagt Michael und hält seinen Zeigefinger erneut in die Luft. »Wingardium leviosa!«
»Bist du jetzt Harry Potter?«, fragt Tim. »Willst du etwa, dass der Baum davonfliegt?«
»Nein«, antwortet Michael.
»Außerdem musst du wutschen und wedeln«, sagt Tim. »Nur dann klappt es.«
»Wutschen und … ja!«, ruft Michael. »Ich muss wedeln!«
»Häh?«
Michael hält seine Handfläche in die Luft und bewegt sie langsam zur Seite. »Baum«, sagt Michael mit dunkler Stimme, »das ist nicht der Mensch, den du fressen wolltest.«
»Alter«, schimpft Tim, »machst du jetzt auf Obi-Wan?«

Auch das Fantasy-Meisterwerk “Herr der Ringe” bleibt nicht verschont. Ein Auszug:

»Ja«, sagt Tim, »so stelle ich mir einen Elfenjungen vor.«
»Wieso?«, fragt Purzel. »Das klingt so, als würde ich nicht wie ein Elfenjunge aussehen.«
»Du hast eben keine langen blonden Haare«, sagt Tim.
»Na und?«, schimpft Purzel. »Seit wann muss ein Elf denn lange blonde Haare haben?«
»Mit Pfeil und Bogen würde Billy noch besser aussehen«, sagt Tim.
»Wieso sollte ein Elfenjunge lange blonde Haare und einen Bogen haben?«, fragt Purzel.
»Weil er dann richtig gut aussieht«, murmelt Lena und lächelt.

Kampf gegen Monster

Meine Helden müssen gegen Monster antreten, die sich in jedem Jungen-Kinderzimmer finden lassen: Dinosaurier, Piraten, Zauberer, Roboter, Zombies und natürlich böse Drachen.

Jedoch sind meine “Fieslinge” nicht einfach nur so böse. Sie verfolgen finstere Ziele, die man logisch nachvollziehen kann. Glaubwürdige Charaktere sind für Leser jeden Geschlechts und Alters wichtig.

Spannende Handlungsorte

In den Abenteuern gibt es Handlungsorte, die ein Jungenherz höher schlagen lassen. Mit Piratenschiffen, Raketen und Riesen-Schmetterlingen reisen die Kinder an magische Orte, z.B. in verzauberte Wälder, uralte Burgen, Drachenhöhlen, Pyramiden und zum Nordpol. Zudem gibt es eine dunkle Planetenseite mit einem Vulkan, einer Pyramide und einem magischen See, in dem Monster leben. Die Abenteuer dort sind keine Ferien auf dem Reiterhof.

Lustige Situationen

Jungen haben einen speziellen Humor, den ich in meinen Büchern anspreche. Nehmen wir als Beispiel diese Szene: Der Pirat Obertatze ist den Kindern auf die Erde gefolgt. Jetzt sehen ihn Michael und Tim im Sandkasten sitzen – zusammen mit Tims kleiner Schwester Lisa. Sie hat ihrem neuen Teddy ein rosafarbenes Kleid angezogen, ohne zu ahnen, dass dieser knuffige Bär ein lebendiger Pirat ist!

»Mama sollte ihn mal waschen. Der stinkt«, sagt Tim, hält sich die Nase zu und würgt.
»Am besten in der Kochwäsche«, lacht Michael.

Wenn etwas stinkt ist das speziell für Jungen sehr witzig. Zudem geht der Witz auf Kosten des Piraten. Die etwas brutale Idee mit der Kochwäsche ist auch typischer Jungs-Humor.

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Wie die Bären nach Himmelblau kamen

Das Bärenmädchen Sali erzählt die Geschichte ihres Volkes

Hallo, ich bin Sali, 9 Jahre alt und ein Bärenmädchen vom Planeten Himmelblau. Auf Himmelblau gibt es Magie. Sie kommt von einem magischen Kristall, der als Meteorit aus dem Weltall auf Himmelblau gestürzt ist. Mit dieser Magie können wir zu anderen Planeten reisen.

Ich bin Zauberschülerin und reise durch das Astloch einer magischen Eiche zu fremden Orten. Ich zaubere mich so klein, dass ich in das Astloch passe. Dann krabbel ich hinein. In der Eiche gibt es lange Gänge, die zu vielen spannenden Orten führen, auch auf die Erde.

Vor langer Zeit krabbelte ein kleiner Braunbär namens Bali durch ein sehr großes Astloch einer Eiche und landete auf Himmelblau. Seine kleine Freundin Sali (ja, ich wurde nach ihr benannt) folgte seinen Spuren und jetzt war er nicht mehr alleine. Bali und Sali fanden das Paradies und waren glücklich. Als sie groß wurden, bekamen sie viele Kinder. Hin und wieder verirrte sich ein weiterer Bär nach Himmelblau. Das war gut, denn ohne die Neuen wären die Himmelblau-Bären schnell ausgestorben. Insgesamt kamen neun männliche Bären (und etliche weibliche) nach Himmelblau. Sie waren die Stammväter der neun Bärenvölker, die das Vulkanland besiedelten. So steht es geschrieben in den Alten Schriften.

Doch dann gab es eine große Katastrophe. Unser Nachbarplanet Dunkelblau wurde zerstört und sein grüner Mond flog direkt auf uns zu. Der magische Kristall hat uns vor der Zerstörung bewahrt, doch es gab eine Sintflut und viele Bären starben. Der Mond hat Himmelblau durcheinandergewirbelt und seitdem hat unser Planet zwei Seiten – eine helle und eine dunkle. Die Bären wohnen auf dem großen Kontinent auf der dunklen Seite. Leider heißt diese Seite nicht ohne Grund so, denn dort geht niemals die Sonne auf. Das ist sehr schlimm, weil ohne Sonne wachsen keine Pflanzen. Viele Bären verhungerten.

Weltkarte von Himmelblau (Kinderbuch Leuchtturm der Abenteuer)

Jetzt hätten die Bären ja auf die helle Seite auswandern können, doch das war gar nicht so einfach. Die helle und die dunkle Seite wurden von einem ewigen Sturm voneinander getrennt. Dieser Sturm zieht sich als Ring um den ganzen Planeten und deshalb nennen wir ihn “Ring der Stürme”. Die Bären waren gefangen und ihr Ende war nur eine Frage der Zeit. Das Leben war hart und Nahrung fanden sie nur im Meer. Doch die Fische waren schlau und ließen sich nicht einfach mit der Pranke aus dem Wasser schlagen. Sie schwammen im tiefen Wasser, wo ein Bär nur mühsam stehen konnte. So lernten meine Vorfahren den aufrechten Gang und irgendwann gingen sie auch an Land so.

Aber die Fische wurden immer schlauer und auch im tiefen Wasser waren sie immer schwieriger zu fangen. Plötzlich veränderten sich meine Vorfahren. An ihren Pfoten hatten sie jetzt einen Daumen, mit dem sie greifen konnten. Wir haben uns weiter entwickelt und für uns Himmelblau-Bären sind die Bären von der Erde jetzt so etwas wie die Affen für die Menschen. Es sind unsere Vorfahren und sie sind süß, aber irgendwie sind sie uns auch peinlich. Gab es wirklich mal eine Zeit, in der wir nicht reden konnten? Und was haben wir den ganzen Tag gemacht, außer zu fressen?

Diese Zeit ist lange vorbei und seitdem haben wir gelernt, Dinge zu bauen. Angeln, Harpunen, Schiffe – ja sogar Roboter und Raumschiffe. Wir wollten nicht mehr einfach nur leben oder überleben. Wir wollten etwas ERLEBEN. Und das tun wir jeden Tag. Wenn du miterleben möchtest, was ich schon alles erlebt habe, dann schau mal in die Neuen Schriften der Bären, auf der Erde nennt ihr sie “Leuchtturm der Abenteuer”.

Zum Abschluss ein Zauberspruch:

Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, der Dinge viele sind jetzt hier.
So schnell ein Hase hoppelt, gibt’s die Sachen doppelt.

In meinen Büchern kannst Du nachlesen, wie ich … nun ja … die Welt rette. Ganz ehrlich, ich hab mir das nicht ausgesucht und ohne meine Freunde hätte ich das auch nie geschafft. Wenn ich keine Freunde gehabt hätte, dann wäre ich heute entweder verrückt oder tot. Hast Du Freunde? Dann freu Dich und kümmere Dich um sie. Vielleicht retten sie ja eines Tages mal Dein Leben.

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Die Magie der Kinderbücher

Die Leuchtturm der Abenteuer-Kinderbuch-Reihe motiviert mit ihren spannenden und lustigen Abenteuergeschichten zum Lesen. Doch die Bücher regen auch zum Nachdenken an und vermitteln moralische Werte. Ernste Themen werden nicht ausgeklammert, doch wenn sie behandelt werden, schüren sie die Hoffnung, dass selbst das finsterste Tal irgendwann einmal durchschritten ist. In den Kinderbüchern werden neben der spannenden Haupthandlung auch schwierige Themen, tragische Schicksale und Legenden von unsterblicher Liebe behandelt, welche die Magie der Abenteuer ausmachen.

Schwierige Themen

Es gibt Dinge im Leben, die schmerzhaft sind und bleiben, bei allem Optimismus. Dazu gehört der Verlust eines lieben Wesens. Solche Themen gehören ebenfalls in Kinderbücher, denn sie betreffen die Realität unserer Kinder. Auch der Elfenjunge Purzel muss mit dem Verlust seines Riesen-Schmetterlings Sausi fertigwerden, seinem treuen Wegbegleiter, den er mit einer kleinen Pfeife jederzeit rufen konnte. Zusammen mit seiner Freundin Sali hilft er Sausi, noch einmal zu fliegen. Der letzte Flug eines magischen Wesens geht zum ewigen Regenbogen am Nordpol, der ins Jenseits führen soll.

Der ewige Regenbogen (Magie der Kinderbücher)

»Wir sehen uns im Regenbogen«, ruft Purzel seiner geliebten Sausi mit Tränen in den Augen hinterher. Sali greift nach seiner Hand und drückt sie.

Am Ende der Buchreihe halte ich für Purzel jedoch noch eine Überraschung bereit. Eine Überraschung namens Leben.

Michael schaut hin und erkennt einen Schmetterlingsschwarm. Einige flattern auch durch das Kolosseum. Sie sind so groß wie Schmetterlinge von der Erde und alle haben rosafarbene Flügel.
»Wow«, sagt Michael, »die sind schön.«
»Die Jungen sind geschlüpft«, seufzt Purzel und spielt an seiner Halskette mit der Pfeife herum.
»Da sind bestimmt auch Sausis Kinder dabei«, sagt Sali und legt ihre Pfote auf Purzels Schulter.
»Ja«, sagt Purzel und eine Träne kullert über sein Gesicht.
»Puste in die Pfeife«, sagt Sali.
»Was soll das bringen?«, fragt Purzel. »Sausi war der einzige Schmetterling auf Himmelblau, der so zutraulich war und …«, er schluckt, »… und der mich geliebt hat.«
»Puste in die Pfeife«, wiederholt Sali.
Purzel hält sich die Pfeife an den Mund und holt Luft. Dann pustet er hinein.

Ob ein Schmetterling auf Purzels Ruf reagiert?

Das tragische Schicksal eines kleinen Bären

In meinen Büchern erzähle ich auch von tragischen Schicksalen, die zum Nachdenken anregen.

So gab es den kleinen Bären Zali, der in den Vulkanbergen lebte. Mit fünf Jahren war er von Zuhause fortgelaufen und hatte versehentlich bei Vollmond in den Schwarzen See geblickt. Dort sah er den bösen Mondgeist und wurde von ihm verflucht. Fortan war er ein Diener des Schattens und trug den Namen Zata. Erst tausende Jahre später rettete ihm das kleine Bärenmädchen Sali mit einem raffinierten Zauberspruch seine verlorene Seele. Sie verwandelte ihn wieder in den unschuldigen Fünfjährigen und schickte ihn heim zu seinen Eltern.

Ein Stern wird dich leiten
bei der Reise durch die Zeiten
Er wird strahlen so hell
und du bist ganz schnell
daheim und zurück
in einer Zeit voll Glück

Dort gab es ihn nun doppelt und er war überzeugt davon, dass er dem bösen Zauberer Zata niemals begegnen durfte, weil sonst etwas Schreckliches geschehen würde. Viele Bären hielten ihn deshalb für verrückt, dennoch gewann er den ersten Krieg gegen die Bruderschaft vom grünen Mond. Er heilte alle verfluchten Bären und änderte damit die Geschichte Himmelblaus (im Anhang der Kinderbücher stehen diese historischen Ereignisse).

Doch das finstere Zeitalter des Zauberers Zata ließ sich nicht aufhalten und so ging Zali ins Exil in die Kristallstadt, die Elfenhauptstadt. Dort stand er jeden Tag am Meer und blickte zum Horizont, voller Sehnsucht nach seiner alten, verlorenen Heimat. Eine Statue im Hafen der Kristallstadt erinnert heute daran und zeigt ihn, wie er traurig in die Ferne schaut.

Die unsterbliche Liebe eines Königs

Eine andere Legende in meinen Kinderbüchern handelt von König Purzel. König Purzel war ein weiser König und Kriegsherr. Doch als seine Frau Elise starb, zerbrach sein Herz. Er wurde krank, verlor seinen Lebenswillen und wollte niemanden mehr sehen. Sein Zauberer baute daraufhin die magische Meisterlampe, um ihm eine Freude zu machen. Sein König sollte endlich wieder glücklich sein. Einer alten Legende nach führt die Lampe zu einem ganz besonderen Ort: ins Regenbogenland. Auf Himmelblau nennt man so das Jenseits.

Als König Purzel ins Licht der Meisterlampe schaute, um seiner geliebten Frau Elise ins Jenseits zu folgen, wurde bei den Riesen ein Kind geboren. Als es sprechen konnte, sagte es immer wieder den Namen ›Elise‹. Im Kindergarten suchte es die Nähe zu einem nur wenige Monate zuvor geborenen Riesenmädchen. Die beiden waren ein Herz und eine Seele und niemand vermochte es, sie zu trennen. Als sie erwachsen waren, heirateten sie und lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage.

»Seine geliebte Elise war nicht im Jenseits«, sagte Lena, als sie von der Legende hörte, »ihre Seele wurde als Riesenmädchen wiedergeboren und auch seine Seele wurde wiedergeboren. Die Lampe hat sie wiedervereint, so stark war ihre Liebe. Das ist sooo romantisch.«

Am Ende fanden die Kinder heraus, dass die Meisterlampe gar nicht in Jenseits führte, sondern an den Ort des Glücks, der für jeden sehr individuell ist. Sie fanden auch den Zauberspruch, der diese magische Taschenlampe erschaffen hatte:

Die Lampe öffnet alle Türen
und ihr Licht wird dich führen
durch Raum und Zeit
zum Ort der Glückseligkeit

Ich wünsche den Lesern meiner Kinderbücher, dass sie ihren Ort des Glücks schon gefunden haben oder bald finden werden!

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Jugendbuch Lesung Persönliches

Jugendbuch-Lesung in Berliner Grundschule

Die Lesung aus meinem Jugendbuch heute in einer Grundschule in Berlin-Frohnau beim “literarischen Vormittag” hat mir viel Spaß gemacht. Zuerst las ich vor drei 5. Klassen, dann vor drei 6. Klassen aus meinem Jugendbuch.

Die Begeisterung der Kinder zu spüren war toll, und auch die Fragen am Ende zeigten das große Interesse der jugendlichen Zuhörer. Spannend für mich war auch, den Unterschied der Klassenstufen zu sehen, denn da gibt es schon große Veränderungen, die uns zuhause noch bevorstehen (mein Sohn ist auch gerade in der 5. Klasse).

Jugendbuch-Lesung vor drei 5. Klassen
Jugendbuch-Lesung vor drei 5. Klassen

Die Fragen, die mir gestellt wurden, waren sehr umfangreich. Wie bin ich auf die Idee gekommen? (Antwort siehe hier.) Wird Charleen sterben? (Das habe ich natürlich nicht verraten!) Wird geklärt, wieso Tom sich bei Vollmond verwandelt? (Ja, es wird im Buch geklärt.) Ist alles ausgedacht oder gibt es manche Dinge auch in der echten Welt? (Ja, es gibt schon erste Quantencomputer und auch Schleimpilzen wurde intelligentes Verhalten nachgewiesen, wenn auch nicht so wie in meinem Buch) 🙂

Es war meine größte Jugendbuch-Lesung bisher, denn in beiden Lesungen zusammen habe ich vor über 120 Kindern gelesen. Nach den Lesungen wurden mir meine mitgebrachten Bücher förmlich aus den Händen gerissen und ich konnte mit einem leeren Koffer nachhause gehen 🙂

Jugendbuch-Lesung vor drei 5. Klassen
Jugendbuch-Lesung vor drei 5. Klassen

Eine Lehrerin bemerkte die vielen aktuellen Bezüge im Buch und fand es daher für die Kinder sehr ansprechend. Ein Mädchen hatte wegen meiner Twilight-Anspielung sogar nachgefragt, ob die bösen Zwillinge jetzt in meinem Buch auch im Sonnenlicht funkeln. Ich konnte gleich klarstellen, dass Tim und Tom keine Vampire oder Werwölfe sind, sie sind was viel Ekligeres, aber mehr habe ich nicht verraten 🙂

Ein Junge aus einer 6. Klasse hatte mein Buch 2017 bei einem Vorlesewettbewerb vorgestellt (er hat gewonnen). Er sagte vor der Lesung, dass mein Buch sehr spannend ist, woraufhin alle Schüler applaudierten. So viele Vorschusslorbeeren hatte ich noch vor keiner Lesung, das war schön 🙂

Jugendbuch-Lesung vor drei 6. Klassen
Jugendbuch-Lesung vor drei 6. Klassen

Ich danke den Kindern und der Schule für die Einladung, es hat mir sehr viel Spaß gemacht, außerdem motiviert es mich, die Fortsetzung dieses Jahr fertig zu schreiben.

Nächstes Jahr bin ich wieder dabei, dann lese ich aus meiner Kinderbuch-Reihe vor 1. und 2. Klassen, ich freue mich schon sehr.

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Kinderbuch Schreiben

Gute Kinderbücher ab 6 Jahren

Die Bedeutung des Kinderbuchs für Kinder und Eltern

Ich habe in meinem Netzwerk gefragt, was für gute Kinderbücher wichtig ist. In den Kommentaren wurden sehr oft schöne Bilder, eine spannende Geschichte und eine große Schrift für die leichte Lesbarkeit genannt.

Es wurde auch gewünscht, dass gute Kinderbücher pädagogisch wertvoll sein sollen. Die Kinder sollen beim Lesen etwas lernen. Zudem soll ein gutes Kinderbuch witzig und humorvoll sein.

Wichtig für gute Kinderbücher

Mir ist bei einem Kinderbuch am wichtigsten, dass es übersichtlich, gut aufgebaut und vielseitig ist!

Da meine Tochter anfängt alleine zu lesen, ist es mir wichtig, dass die Texte gut lesbar sind und die Geschichte spannend ist. Damit die Lust aufs Weiterlesen immer gegeben ist. Die Bilder sollten viele Details besitzen, so dass man immer etwas Neues entdecken kann.

Dass es so interessant ist, dass das Kind sowohl sich selbst damit beschäftigen kann, als auch dass man es dem Kind vorlesen kann.

Dass es bei dem Kind die Lust auf Bücher weckt oder verstärkt. Das schafft man in dem man ihre Interessen kindgerecht bearbeitet mit einer Mischung aus Spannung und Wissen.

Am Wichtigsten ist mir, dass das Kind eintaucht in die Geschichte und nicht anders kann als zuhören. Es muss so geschrieben sein, dass es für mich als Vorleserin leicht fällt, mich auf die Geschichte einzulassen und die Freude beim Lesen auf die Kinder zu übertragen.

Mir ist wichtig, dass es pädagogisch wertvoll ist, ansprechende und verständlich dargestellte Bilder im Buch vorhanden sind und die Schrift groß ist.

Bei einem Kinderbuch ist mir am wichtigsten, dass die Kinder bei den Geschichten auch etwas lernen.

Schöne Bilder und spannende Geschichten in großer Schrift.

Spannung, Gut gegen Böse, Fantasie und das ganze natürlich auch mit Humor 🙂 Das Buch muss gut vorlesbar sein und unbedingt Bilder enthalten.

Interessante und vor allem spannende Geschichten, die mit netten Illustrationen untermalt sind. Das kommt hier jedenfalls sehr gut an.

Am wichtigsten sind schöne Geschichten 🙂

Dass es schön bebildert ist.

Größere Schrift, mit Bildern und kindgerechte Wortwahl.

Mir ist am wichtigsten, das meine Tochter das Buch mag. Außerdem finde ich eine Mischung aus Vorlesegeschichte und dazu Wissenswertes im Bereich der Allgemeinbildung immer sehr gut.

Als Lehrerin an einer Grundschule bin ich immer auf der Suche nach spannenden Kinderbüchern, mit einfachen und kurzen Texten. Farbabbildungen wären toll.

Schöne Bilder und leichte spannende Geschichten.

Vielleicht das sie es auch schon teilweise selbst lesen können, also nicht zu kleine Schrift, Farbkontrast. Spannend aber nicht zu gruselig, Lerneffekt.

Schöne Illustrationen und große Schrift.

Wir finden die Bebilderung und eine verstehbare Schreibweise für Kinder an einem Kinderbuch wichtig.

Es muss kindgerecht erzählt sein, so dass die Kinder der Geschichte gut folgen können und nicht die Lust am Lesen oder zuhören verlieren.

Am Wichtigsten bei einem Kinderbuch ist mir eine kindgerechte Erzählweise.

Leicht zu lesen. Altersgerecht. Spannung.

Altersgerecht, spannend und auch Humor. Ein Happy End.

Es muss eine tolle abenteuerliche Handlung haben und altersgerecht. Auch Bilder sind mir wichtig.

Es sollte spannend sein, eine lehrreiche Handlung beinhalten und meinen Kindern Spaß machen.

Bei einem Kinderbuch ist es wichtig das es kindgerecht gemacht ist so das es die kleinen auch gut verstehen

Dass es dem Kind gefällt ❤ Dass es gern gelesen wird und Begeisterung weckt und wenn die Kinder dadurch auch was lernen ist es Perfekt ❤

Dass viele Bilder drin sind und es kinderleicht zu lesen und verstehen ist.

Dass es die Fantasie des Kindes beflügeln vermag!

Eine schöne Geschichte, die dem Kind auch etwas vermittelt, dass etwas zu lernen ist bzw. das Geschichte eine Moral hat. Eine lehrreiche Geschichte.

Schöne kindgerechte Bilder, etwas Witziges, eine Geschichte die nicht zu schwer zu verstehen ist und an sich mag ich für meine Jüngsten gerne freundlich gestaltete, nicht zu dunkle/triste Bücher. Es darf aber auch mal was zur Bildung sein 💙 man ist Mutti anspruchsvoll 😅, ne eigentlich nicht so sehr 😁 Und je höher das Alter, desto höher darf natürlich die Spannung sein😨
Bei einem Kinderbuch 💚 ü6 darf gerne schon etwas Spannung drin stecken😳

Eine kind- bzw. altersgerechte Schriftgröße und ansprechende Illustrationen 😊

Träume sollte es wecken. Denn natürlich gibt es Prinzessinnen, Einhörner und Piraten. Wir können alles sein und alles tun. Es gibt nichts für das es nicht eine magische Lösung gibt. Verloren sind unsere Seelen erst wenn wir daran nicht mehr glauben.

Das die Fantasie so richtig Flügel bekommt. Ich finde es schön wenn Kinder die Fantasie zum Leben erwecken in Geschichten.

Bilder sind für Kinder zwar immer sehr schön, doch schränken sie die eigene Fantasie sehr ein. Ich habe es früher immer geliebt, wenn meine Oma mir vorgelesen hat und ich mich in meine eigene Traumwelt verirren konnte.

Es muss fesselnd sein!

Dass sie ggf auch selbst lesbar sind und natürlich spannend

Meine kleine Tochter lernt gerade in der 1. Klasse das Lesen – sie ist also noch eine Leseanfängerin, deshalb sind uns persönlich auch noch Bilder in einem Buch wichtig. Denn ganz ohne Bilder – nur mit Text – verliert sie noch schnell die Lust am Lesen (üben)

Mir ist wichtig, dass es auch Kindern unterschiedlichen Alters etwas bietet. Als Mama von einem dreijährigen und einem sechsjährigen Jungen brauche ich beim Vorlesen die perfekte Mischung aus spannenden (wilden!) Geschichten für den Großen und detailreichen Bildern für den Kleinen, damit beide Kinder ein Buch gemeinsam genießen können und mich keiner frustriert mit Kissen bewirft 😉

Das das Kind versteht was es liest und es interessant für das Alter ist.

Leicht zu lesen, altersgerecht, spannend.

Einen logischen, spannungsreichen Plottaufbau, sehr gute Illustrationen, eine lebendige Sprache, gut gemachtes Layout und Druck.

Eine altersgerechte Geschichte.

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Kinderbuch Schreiben Verlag

Leuchtturm der Abenteuer wird 5

Im März 2013 veröffentlichte ich den ersten Band meiner Kinderbuch-Reihe Leuchtturm der Abenteuer. Dieses Jubiläum ist ein schöner Anlass für einen ausführlichen Rückblick:

Inspiration

Die ersten Ideen entstanden vor ungefähr sieben Jahren (2011), als mein damals 4-jähriger Sohn auf dem gemeinsamen Weg zur Kita, im Urlaub oder vor dem Einschlafen spannende Geschichten erzählt bekommen wollte. Von langweiligen Geschichten wollte er nichts wissen, es musste schon abenteuerlich zugehen mit Dinosauriern, bösen Zauberern, Kampfrobotern und Drachen.

Leuchtturm der Abenteuer wird 5

Die Helden vom Leuchtturm der Abenteuer

Mich begeistern Geschichten, in denen ein sympathischer Typ mit seinen ganz normalen menschlichen Schwächen und Ängsten plötzlich in ein Abenteuer gerufen wird und sich beweisen muss. Als Leser und Zuhörer konnte ich dabei mitfiebern und mich dann für den Helden mitfreuen, wenn er am Ende über sich selbst hinausgewachsen ist.

Dieses Muster findet sich auch in Superhelden-Geschichten, z.B. bei Spiderman. Das Abenteuerliche in diesen Erzählungen kommt in den ersten Geschichten am Besten rüber, wenn der Protagonist erst einmal zum Helden werden muss. Eine Identifizierung mit dem Noch-nicht-Helden fällt viel leichter als mit dem fertigen Superhelden.

Meine Zielvorgabe war klar: Ich wollte ein Abenteuer mit normalen Kindern aus unserer Welt und Zeit erfinden. Meine Charaktere sollten im Laufe der Zeit ihre Ängste überwinden und zu wahren Helden werden.

Die Helden der Kinderbuch-Reihe Leuchtturm der Abenteuer

Abenteuer an fernen Orten

Die coolsten Abenteuer erlebt ein Held nicht zu Hause, sondern in einem fernen Land. Als Raumschiff Enterprise-Fan wollte ich meine Abenteurer auf andere Planeten bringen, doch wie sollten sie da hinkommen? Ich brauchte ein glaubwürdiges Transportmittel!

Raumschiffe mit Warp-Antrieb hätten die Geschichte zu stark in Richtung Science-Fiction gedrängt. Der Planet Himmelblau wäre auf einmal ein super hoch entwickelter High-Tech-Ort, das wäre mir zu wenig magisch geworden.

Die magische Eiche

Ein Portal hingegen wirkt viel weniger technologisch.  Die Elfen in meiner Fantasy-Welt nutzen das Eichennetzwerk, das aus magischen Eichen besteht, die auf verschiedenen Planeten der Milchstraße stehen. Ein Elf zaubert sich winzig klein, klettert in ein Astloch und geht durch ein Gangsystem mit Türen. Die Türen führen je nach Farbe auf andere Planeten oder in Fantasiewelten.

Meine menschlichen Helden konnten dieses System  nur in Begleitung eines Elfen nutzen, denn sie konnten sich ja nicht winzig klein zaubern. Ich brauchte noch etwas, das sie selbst benutzen konnten und das wirklich kinderleicht ist.

Die Geburt der magischen Taschenlampe

Die magische Taschenlampe

Ich interessiere mich sehr für die Entstehung unseres Universums und seine Wunder. Ich dachte intensiv darüber nach, was nach heutigem Erkenntnisstand beim Thema interstellarer Reisen vorstellbar ist.

Forscher untersuchen die spukhafte Fernwirkung von Teilchen. Wenn Wissenschaftler solche Begriffe verwenden, dann sagt das eigentlich, dass sie das Thema noch nicht verstehen. Doch sie können das Phänomen beobachten. Im Experiment konnten Wissenschaftler zeigen, dass sogenannte verschränkte Photonen mit mehrfacher Lichtgeschwindigkeit kommunizieren konnten. Mehrfache Lichtgeschwindigkeit … das war doch schon mal was.

So kam ich auf die zündende Idee für mein kinderleichtes Transportsystem. Die Bedingungen waren:

  • Es muss etwas mit Licht zu tun haben
  • Ein starkes Lichtsignal soll als Zielmarkierung dienen
  • Am Start soll ein schwächeres Lichtsignal genügen
  • Das System soll leicht zu bedienen und handlich sein
Der Leuchtturm der Abenteuer

Das magische Reisen durchs Weltall mittels Taschenlampe und Leuchtturm war geboren! Schaut man in das Licht einer magischen Taschenlampe, landet man beim Leuchtturm der Abenteuer.

Im Leuchtturm steckt ein großer Kristall und in den Taschenlampen kleine Bruchstücke desselben Kristalls, die miteinander verschränkt sind, d.h. den selben Raum zur selben Zeit im Universum einnehmen. Schickt man Licht durch den Kristall, transportiert das Licht alle angeleuchteten Objekte zur stärksten Lichtquelle: den Leuchtturm.

Der mythologische Background …

Lena und die Frau im Mond (Mädchen im Kinderbuch)

Das Transportproblem war gelöst, doch welche Handlung sollten die Bücher genau haben? Schon länger hatte ich eine Idee für ein Fantasy-Abenteuer im Kopf, in dem sich die Heldin Luise aus dem 19. Jahrhundert auf den fremden Planeten Dunkelblau verirrt. Luise erlebt dort spannende Abenteuer, kämpft gegen Drachen und verliebt sich in einen jungen Prinzen. Da werden ihre Kinder von einem bösen Zauberer auf den grünen Mond entführt! Sie ist verzweifelt und ihr bleibt keine Wahl. Wenn sie ihre Kinder retten will, muss sie sich opfern und auf ewig auf dem Mond zurückbleiben, alleine mit dem bösen Zauberer.

Mit letzter Kraft gelingt es ihr, ihre Kinder zu ihrem Mann nach Dunkelblau zu schicken. Dunkelblau steht kurz vor der Zerstörung und so bleibt ihnen nur die Flucht zur Erde. Dort landen sie viele Jahrtausende in der Zukunft, in unserer heutigen Zeit. Luise gelingt es, den Zauberer in einen Sarkophag einzusperren, den Schlüssel trägt sie an einer Kette um ihren Hals. Dann legt sie sich selbst schlafen und versiegelt ihre Schlafkapsel. Niemand soll das Monster aus seinem Gefängnis befreien können, daher kann ihre Kapsel nur von einem mit Luise verwandten Menschen geöffnet werden.

… für die Kinderbuch-Abenteuer

Diese Geschichte hatte ich im Kopf, als ich mir die Abenteuer für meinen Sohn ausdachte. Die Handlung der Kinderbücher beginnt zu einem Zeitpunkt viele Jahrtausende nach den Ereignissen auf Dunkelblau. Luise schläft immer noch auf dem grünen Mond, der mittlerweile zum Planeten Himmelblau weiter gezogen ist. Finstere Mächte einer geheimen Bruderschaft wollen den bösen Zauberer aufwecken – und dafür brauchen sie die Kinder von Luise.

Jetzt hatte ich das Problem, dass meine jungen Helden von heute ein Monster aus fernen Zeiten besiegen mussten, an dem schon zahllose Generationen gescheitert waren. Zudem wollte ich das große Abenteuer in Form von einzelnen und in sich abgeschlossenen Geschichten erzählen, die neben dem dramatischen roten Faden auch sehr lustig sein sollten. Es war eine spannende Herausforderung, die mir viele schlaflose Nächte bereitet hat, doch die Arbeit hat sich gelohnt und ich muss immer wieder laut seufzen, wenn ich die letzten Seiten von “Kampf um Himmelblau” lese.

Die Suche nach einem Verlag

Mitte 2012 suchte ich mir für meine Buchreihe passende Kinderbuchverlage heraus und schickte ihnen die ersten Entwürfe. Leider lehnten alle ab. Der am häufigsten genannte Grund war, dass sie für die nächsten Jahre ihr Programm schon geplant hatten.

Viele Verlage haben Stamm-Autoren, die das gesamte Programm bedienen und schon an den Projekten der Zukunft arbeiten. Einige große Verlage haben auch erfolgreiche Reihen in ihrem Programm, denen sie keine Konkurrenz machen wollen. So gesehen war der Ansatz, passende Verlage mit ähnlichen Büchern anzuschreiben, vermutlich falsch. Junge Autoren sollten Verlage anschreiben, die Bücher wie ihres eben NICHT im Programm haben, aber vielleicht gerne hätten.

Das Abenteuer Selbstverlag

Motiviert von den positiven Reaktionen bei Testlesern entschied ich mich 2013, meine Bücher selbst zu veröffentlichen. 2013 war das Thema Self-Publishing noch relativ neu, dennoch wagte ich den Sprung ins kalte Wasser.

Um ein Buch erfolgreich selbst zu verlegen, musste ich zwangsläufig auch wirtschaftliche Aspekte berücksichtigen. Sein Werk als Produkt zu betrachten fällt Künstlern oft schwer und ich hatte damit auch zu kämpfen. Ich empfand es als wenig erstrebenswert, mich mit derlei kapitalistischen Aspekten zu beschäftigen. Die Selbstvermarktung war für mich ein viel größerer Schritt ins Ungewisse als das Schreiben eines Kinderbuchs.

Ich musste mich daher mit den Grundlagen des Buchvertriebs beschäftigen. Ein Buch ist ein künstlerisches Werk, es ist aber auch ein Produkt und man möchte es verkaufen. Dadurch steht es plötzlich in Konkurrenz zu anderen Büchern. Produkte kauft nur, wer ein Bedürfnis befriedigen will. Kennt man das Bedürfnis nicht, wird das Produkt niemand kaufen, es sei denn, man landet einen Zufallstreffer. Ich stand vor der Frage: Wer kauft Kinderbücher und warum?

Die Zielgruppe

Für die Vermarktung meiner Bücher musste ich schmerzhafte Entscheidungen treffen und mit einigen hadere ich noch heute. So war ich stets der Ansicht, dass meine Bücher eigentlich von Menschen jeden Alters gelesen werden können. Mit dieser Zielgruppe (also: alle) könnte mein Buch auch von jedem gekauft werden. Das wäre doch cool!

Jedoch gibt es unzählige Bücher und ohne klare Ausrichtung wird das Buch niemals gefunden, weil es in der Masse der anderen Bücher untergeht.

Bei Kinderbüchern gibt es – anders als bei Jugend- oder Erwachsenenliteratur – gleich zwei Zielgruppen. Ich wollte Eltern und Verwandte von Kindern zum Kauf meiner Bücher bewegen und gleichzeitig sollte das Buch auch den Kindern gefallen.

Zuhörer und Leser

Ich möchte bei Kindern die Begeisterung für Bücher wecken. Das wird leider immer schwieriger, weil Bücher von anderen Medien wie Fernsehserien und Handy-Apps immer stärker verdrängt werden. Dabei will ich die neuen Medien gar nicht verteufeln, vielmehr stelle ich die Frage, warum sie oftmals bei Kindern so viel beliebter sind, als die klassische Literatur. Eine mögliche Antwort ist, dass Handlung und Charaktere vieler TV-Produktionen Kinder stärker ansprechen als in Büchern. In zahlreichen Serien erleben coole Helden sehr spannende Abenteuer. Die Handlung vieler Kinderbücher hingegen bedient oft mehr die erzieherischen Bedürfnisse der Eltern. Die Helden sind  brav und angepasst, die Handlung ist dem entsprechend harmlos. Meist gibt es eine tragische Komponente, die “das Herz anrührt”.

Mit solchen Themen ist es schwer, ein Kind zu begeistern, bei Jungen wird es fast unmöglich. Wäre es nicht schön, wenn es Kinderbücher gäbe, die – ähnlich wie die Fernsehserien – eine actionreiche, spannende und lustige Geschichte mit coolen Helden erzählen?

Kinder sind aufgeweckter und intelligenter, als es sich so manch ein Erwachsener vorstellen kann. Daher wollen Kinder nicht nur irgendeine Geschichte hören, sie muss auch logisch aufgebaut und glaubwürdig sein. Meine allererste Zielgruppe war mein Sohn, der damals noch 4 Jahre alt war. In den ersten Entwürfen meiner Kinderbücher waren die Helden in seinem Alter. Es zeigte sich jedoch schnell, dass 4-jährige Kinder zu wenig Handlungsfreiraum haben, um glaubwürdig die von mir erdachten Abenteuer zu erleben. Die Kinder mussten mindestens 8-9 Jahre alt sein. Es war ein schwerer Schritt für mich, die Bücher zu überarbeiten und auch mein Sohn fand das gar nicht lustig. Als er später das Alter der Helden teilte, fand er die Entscheidung von damals aber richtig.

Die Käufer

Viele Eltern – speziell von Jungen – haben das Problem, ihre Kinder zum Lesen zu motivieren. Wenn sie es dann auch noch mit nur bei Eltern beliebten Büchern versuchen, machen sie es oft nur schlimmer und Bücher werden dann grundsätzlich abgelehnt.

Eltern, die es fast schon aufgegeben haben, ihre Kinder mit Büchern in Kontakt zu bringen, will ich erreichen. Ich will ihnen die Hoffnung vermitteln, dass sie ihre Kinder mit den richtigen Inhalten doch noch zum Lesen motivieren können.

Pädagogisch wertvoll ist langweilig?

Es mag sein, dass viele pädagogisch wertvolle Kinderbücher bei Eltern beliebt und bei Kindern unbeliebt sind, aber das ist kein Gesetz, das für alle Kinderbücher gilt. Auf die Vermittlung von moralischen Werten muss man als Autor nicht verzichten, um eine spannende Geschichte zu erzählen. Die Kunst ist es, eine pädagogisch wertvolle Geschichte so zu erzählen, dass sie nicht belehrend rüberkommt.

Moralische Werte vermittelt man meiner Meinung nach nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern durch spannend erzählte Beispiele, ganz im Sinne des show, don’t tell. Dabei sollte man keine allzu abgedroschenen Klischees verwenden wie z.B. den Saulus, der stets zum Paulus mutiert. Wenn schon sehr junge Leser ein Klischee erkennen und als abgedroschen empfinden, ist das kein gutes Zeichen für ein Buch.

In meinen Geschichten liegen mir die Werte Familie, Freundschaft, das Leben und unsere Umwelt besonders am Herzen, da sie in unserer auf Konsum und grenzenloses Wachstum ausgerichteten Wegwerfgesellschaft am meisten bedroht sind.

Erfahrungen mit dem Buchverkauf

Kinderbuch

Anfang März 2013 erschien “Die Reise nach Himmelblau” als Kindle-eBook und im April desselben Jahres als Taschenbuch. Der Verkauf der Taschenbuchausgabe erfolgte im eigenen Online-Shop. Das Buch hatte eine ISBN und war im Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB) gelistet. Es konnte dort von jedem Buchhändler gefunden und bestellt werden, zumindest theoretisch.

Der Verkauf des eBooks lief ganz gut an, das Taschenbuch jedoch wurde so gut wie gar nicht gekauft. Meine Vermutung war, dass die Kunden Bücher entweder im Buchhandel oder im gewohnten Online-Shop ohne Versandkosten kaufen wollten. Von Buchhändlern erfuhr ich, dass sie ihre Bücher lieber bei ihren gewohnten Zwischenhändlern, den Barsortimenten, bezogen.

Das Dilemma war, dass ich mir keinen kostenlosen Versand leisten konnte und auch als ich vorübergehend kostenlosen Versand in meinem Shop anbot, wurde er kaum besucht. Gegen die Dominanz von Amazon half auch keine Suchmaschinenoptimierung meiner Webseite.

Beim klassischen Buchhandel war das Problem, dass ich mir den bei Barsortimenten üblichen Rabatt von mindestens 50 % nicht leisten konnte, ohne Verluste zu machen. Ich steckte in einer Sackgasse.

Erfolg bei Amazon

2014 öffnete sich mir plötzlich eine Alternative zum normalen Buchhandel. Über Amazon Createspace konnte ich ein gedrucktes Buch endlich bei Amazon mit allem verkaufen, was ein Kunde wollte: schnelle Lieferung, Prime, kostenlosen Versand. Und auf einmal stiegen die Verkaufszahlen.

Doch so erfolgreich meine Verkäufe bei Amazon liefen, so schlecht blieben sie in der restlichen Buchwelt.

Verlag Karim Pieritz wird geboren

Eigentlich hatte ich das Thema Buchhandel schon für mich abgeschlossen, da brachte mich eine Buchhändlerin auf die Idee, meine Bücher als Sammelbände anzubieten. In der Form konnte ich meine Kinderbücher zu einem etwas höheren Preis verkaufen und ohne Verlust auch den Barsortimenten anbieten.

Doch ein Barsortiment nimmt nicht jeden Kleinverlag auf, schon gar nicht, wenn man nur seine eigenen Bücher anbietet. Und so war es eine glückliche Fügung, dass ich Ende 2015 / Anfang 2016 zwei Autoren für meinen Verlag gewinnen konnte. Jetzt war ich kein reiner Selbstverleger mehr.

Ich bot meine Titel den beiden größten Barsortimenten Libri und KNV an und sie nahmen sie in ihr Sortiment auf. Kaum waren meine Bücher über die Zwischenhändler im Buchhandel verfügbar, explodierten die Verkaufszahlen. Ich musste mich an immer häufigere und höhere Bestellungen von den Barsortimenten gewöhnen – speziell vor Weihnachten.

Weniger ist mehr

Der Erfolg meiner Kinderbücher und auch meines neuen Jugendbuches führten schnell zu einer höheren Arbeitsbelastung in meinem Teilzeit-Job als Verleger. Ich musste dringend Prioritäten setzen und mich von Dingen verabschieden, die zu wenig Nutzen brachten. So verabschiedete ich mich schon letztes Jahr von meinem Online-Shop, denn alleine schon der Aufwand, eine rechts-konforme AGB zu pflegen, war immens. Bei nur einem Käufer alle zwei Monate war hier der Sinn schon seit mehreren Jahren kaum erkennbar. Die Kunden wollen ihre Bücher eben im Buchladen oder online bei Amazon oder Thalia kaufen.

Viel Arbeit macht auch die Pflege meiner Newsletter-Datenbank. Es gab eine Zeit, da hatte ich fast 2000 Abonnenten, doch nur ca. 40 sahen ihn sich überhaupt an. Da ab Mai 2018 eine neue EU-Richtlinie in Kraft tritt, stand ich vor der Wahl: sehr viel Arbeit investieren oder den Newsletter einstellen. Ich entschied mich für Letzteres.

Auch bei einigen sozialen Netzwerken war ein Nutzen für mich nie erkennbar gewesen, das galt besonders für Google Plus und Twitter. Hier war die Reichweite stets gleich Null. Viel mehr Spaß macht die Arbeit mit Instagram, hier kann ich noch jemanden erreichen, seit meinem Jugendbuch sogar leibhaftige Leser. Das ist eine völlig neue Erfahrung!

Die durch diese Einsparungen gewonnene Zeit investiere ich in die Fortsetzung meines Jugendbuches und mit etwas Glück kann ich das Buch bei meiner nächsten Schreibreise im September fertigstellen.

Danksagung

Alle sechs Bände der Kinderbuch-Reihe Leuchtturm der Abenteuer

Dass meine Kinderbücher existieren, verdanke ich meinem Sohn, denn er wollte mit 4 Jahren spannende und lustige Abenteuer erzählt bekommen. Er hat aber nicht nur aufmerksam zugehört, er hat auch hinterfragt und kritisiert. Außerdem hat er konstruktiv mitgewirkt, so hat er z.B. die Riesen-Schmetterlinge erfunden.

Dank gebührt auch meiner Frau, denn nur durch ihren Rückhalt war es mir möglich, mir meinen lange gehegten und fast vergessenen Traum vom Schreiben und Veröffentlichen eines Buches zu verwirklichen. Sie ist es, die mich immer wieder zu mehr anspornt, als ich zunächst liefere. Ohne ihre ehrliche Kritik wäre die Handlung meiner Bücher unverständlicher, weniger spannend und die Charaktere wären weniger glaubwürdig.

Ich möchte auch den Teilnehmern des Writers Coaching-Kurses, den ich seit 2013 besuche, danken, denn in diesem Kurs habe ich viel über das literarische Schreiben gelernt, das ich zuvor nicht gewusst habe.

Ich danke auch meinen Käufern, die besonders in der Anfangszeit keine Vorurteile gegenüber einem Selbstverleger hatten und meinen Büchern dennoch eine Chance gaben. Nur ihre Fähigkeit, über den Tellerrand zu schauen, ließ mich überhaupt einen einzigen Käufer finden.

Zu guter Letzt danke ich auch meinen jungen Lesern und Zuhörern, die mich durch ihr Feedback über ihre Lehrer, Eltern, in Amazon-Rezensionen oder direkt bei Lesungen motiviert haben, weiterzumachen und meine Kinderbuch-Reihe abzuschließen. Ohne Euch gäbe es heute keine spannenden Kinderbücher.

Lesung in einer Berliner Grundschule
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Jugendbuch Kinderbuch Persönliches Verlag

Erlebnisbericht von der Buch Berlin 2017

Vom anstrengenden Aufbau …

Es war ein verregneter Freitag morgen, an dem ich am liebsten im Bett geblieben wäre. Glücklicherweise war der Verkehr auf der Stadtautobahn verblüffend gut und so kam ich pünktlich bei der Ausfahrt Grenzallee an. Ab hier führten nur noch Schlangenlinien durch die bekannte Megabaustelle.

Buch Berlin Location Estrel
Buch Berlin Location Estrel

Als ich im Estrel ankam, begann der Kampf um einen Kofferwagen. Irgendwo am Wegesrand hatte jemand einen stehenlassen und ich ergriff meine Chance. Als ich mit vollem Wagen dann kurz vor dem Ziel war, musste ich mich noch in einen super winzigen Mini-Fahrstuhl quetschen. Als Location für eine Buchmesse mit viel Warenverkehr sind diese Räumlichkeiten eigentlich nicht geeignet.

Dann begann ich mit dem Aufbau, aber leider fehlten die Tischnummern, sodass erst einmal jeder da aufgebaut hat, wo es halbwegs dem Plan entsprach. Ein Standnachbar wies mich glücklicherweise rechtzeitig darauf hin, dass ich am falschen Platz aufbaue und so konnte ich den Fehler schnell korrigieren.

… zum phänomenalen Messe-Beginn

Karim Pieritz am Stand bei der Buch Berlin 2017
Karim Pieritz am Stand bei der Buch Berlin 2017

Nach dem Aufbau blieb nicht viel Zeit, denn jetzt kamen schon die ersten Besucher. Ich hatte selten so viel Action an meinem Kinderbuch-Stand, das war cool!

Da ich am Vormittag alleine war, war mein Stand während der Lesungen nur von meinem Lese-Bärchen beaufsichtigt, doch dieser Job war für ihn ein wenig zu stressig. Glücklicherweise sprangen nette Standnachbarn ein – vielen lieben Dank dafür!!!

Meine erste Jugendbuch-Lesung

Die Jagd nach dem geheimnisvollen Rollsiegel (Jugendbuch)
Der Bestseller an unserem Stand

Den Leseraum für meine erste Lesung zu finden war eine Herausforderung. War der “Sprecherraum” wirklich der “Leseraum”? Ja, er war es! Meine Jugendbuch-Lesung war rappelvoll mit 10-Jährigen, die gespannt meiner Abenteuergeschichte lauschten. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass die Schüler so gut mit Taschengeld versorgt waren und mir im Anschluss zum Stand folgen würden, um mir das Jugendbuch förmlich aus den Händen zu reißen. So gingen schon am Vormittag etliche Jugendbücher über den Tisch.

Diese Lesung war meine erste Lesung aus dem neuen Jugendbuch vor Kindern im passenden Alter und für mich daher besonders aufregend und spannend. Es war toll, die Reaktion der Jugendlichen live zu erleben. Der Humor im Buch kommt an und ich konnte zahlreiche Jungen und Mädchen schmunzeln und kichern sehen. Besonders interessant war, dass speziell 10-11-jährige Mädchen ganz verrückt nach dem Abenteuer des 13-jährigen John sind, der ohne Handy in ein Internat abgeschoben wird. Diese Vorstellung ist offenbar so grauenvoll, dass jeder Zuhörer nun wissen möchte, ob John das heil übersteht! 🙂

Kinderbuch-Reihe “Leuchtturm der Abenteuer”

Später folgte eine Kinderbuch-Lesung, die im Leseraum 2 stattfinden sollte. Mich begleitete vom Stand eine ganze Schulklasse, doch auch der Sprecherraum 2 war rappelvoll und meine mitgebrachte Klasse fand leider keinen Platz.

Am Nachmittag kam dann meine Frau zur Unterstützung. Für die restliche Messezeit war ich nicht mehr alleine, besten Dank dafür an meine bessere Hälfte 🙂

Die Lesungen am Freitag Nachmittag waren nur mäßig bis gar nicht besucht und so ging ein sehr aufregender erster Tag zu Ende.

Buch Berlin 2017
Buch Berlin 2017

Samstag

Am Samstag war der erste reguläre Messetag. Wir hatten viele Besucher, die uns gezielt aufsuchten und die uns vom letzten Jahr kannten.

Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir der 8-jährige Junge im “Rolli” (so nannte er sein Gefährt), der sich schon ein Jahr lang auf den Besuch gefreut hat. Er hatte – wie viele – das Kinderbuch-Bundle vom letzten Jahr gekauft. Jetzt freute er sich riesig auf die drei Fortsetzungen, die er alle mitgenommen hat.

Wir hatten viele nette Gespräche mit Besuchern, die großes Interesse an Abenteuergeschichten hatten.

Lesung auf dem Leseschiff

Ich hatte am Samstag nur eine Lesung und die war auf dem Leseschiff, doch da hatte sich fast niemand hin verirrt.

Buch Berlin 2017 Leseschiff
Buch Berlin 2017 Leseschiff

Lucy van Org las vor mir und so ging ich schon zu ihrer Lesung , die übrigens echt lustig war!

Buch Berlin 2017 Luci van Org auf Leseschiff
Buch Berlin 2017 Luci van Org auf Leseschiff

Ich hatte gehofft, dass ihre Zuhörer vielleicht auch zu meiner Lesung bleiben, doch die Erwachsenen düsten allesamt mit ihr zusammen ab.

Zuvor hatten wir am Stand einem Jungen und einem Mädchen von meiner Lesung auf dem Schiff erzählt. Beide waren mit ihren Müttern erschienen, was mich unendlich glücklich gemacht hat! Danach kauften sie am Stand auch noch das Buch 🙂

Sonntag

Der Sonntag verlief dann zunächst sehr ruhig, obwohl die Messe in der Abendschau erwähnt worden war. Ganz unerwartet gab es ab 16 Uhr dann noch einmal viele Besucher und Käufe. Eine Ausstellerin nahm gleich meine ganze Kinderbuchreihe auf einmal mit. Oft generieren wir ja untereinander sehr viel Geschäft 🙂

Als ich dann kurz vor Schluss noch von einem Reporter vom Deutschlandradio Kultur interviewt wurde, war das der krönende Abschluss. Leider hat er mein Interview nicht verwendet.

Wir haben mehr Bücher verkauft, als auf allen Messen und Verkaufsständen zuvor! Es war schön, nette Kollegen und treue Standbesucher wiederzusehen und daher sind wir mit der Buch Berlin 2017 sehr happy!

Auch das Programm für Kinder war sehr schön. Mein 10-jähriger Sohn war speziell vom Manga-Kurs sehr begeistert.

Vielen Dank an die Organisatoren der Buch Berlin für die tolle Messe, speziell an Steffi!

Steffi mit Lese-Bärchen bei der Buch Berlin 2017
Steffi mit Lese-Bärchen bei der Buch Berlin 2017

Insgesamt habt ihr eine super Leistung vollbracht und wir kommen nächstes Jahr wieder.

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Jugendbuch Schreiben

Die Jugendsprache in meinem ersten Jugendbuch

Mein erstes Jugendbuch ist aus dem Druck und seit dem 13.02.2017 im Handel erhältlich.

Jugendbuch ab 12 Jahren

Dass dieses Buch existiert, verdanke ich meinem Sohn, denn er wollte mal bei diesem spannenden Vorgang zusehen: dem Schreiben. Ich setzte mich von ihm neugierig beobachtet vor ein leeres Dokument und fing an. Es entstand die erste Szene mit John, der in ein Internat abgeschoben werden sollte, weil ein Verbrecher hinter seinen Eltern her war. Mein Sohn forderte immer neue Szenen und je länger ich an dieser Geschichte schrieb, desto spannender fand ich sie. Plötzlich wollte ich nur noch an diesem Abenteuer arbeiten und legte dafür ein anderes Projekt auf Eis.

Besonderer Dank gebührt meiner Frau. Sie ist die Kraft, die mich zu mehr anspornt, als ich zunächst liefere. Ohne ihre ehrliche und immer konstruktive Kritik wäre die Handlung meiner Bücher unverständlicher, weniger spannend und die Charaktere wären weniger glaubwürdig.

Da der Held des Buches älter als mein Sohn ist, brauchte ich eine andere Inspirationsquelle. Ich begab mich auf eine spannende Zeitreise in meine eigene Jugend als pubertierender 13-Jähriger. Das war zu Anfang etwas schwierig, aber mir half die Tatsache, dass ich im Herzen ein Junge geblieben bin, der die Dinge nicht so ernst nimmt.

Ich möchte auch den Teilnehmern des Writers Coaching-Kurses, den ich seit 2013 besuche, danken, insbesondere meinen Testlesern Claudia Johanna Bauer (Kursleiterin), Fabienne Boulaich, Ina Wulf und Nicole K., die auch an der Schreibreise nach Usedom 2016 teilgenommen haben, wo ein Großteil meines Jugendbuches entstanden ist. Außerdem möchte ich der Autorin Juliane Jacobsen danken.

Besonderer Dank gebührt auch meiner Illustratorin Sonja K. Richter, die mich durch ihre Bilder zu neuen Dingen inspiriert und mich auf “schiefe Bilder” aufmerksam gemacht hat. Das Cover und die 20 Innenillustrationen sind wunderschön geworden.

Die Jugendsprache im Jugendbuch

Aber auch wenn ich die Gefühlswelt eines 13-Jährigen aus eigener Erfahrung kannte, hatte ich Probleme, die richtige Sprache zu finden. Dabei halfen mir jugendliche Testleser, die ihre Aufgabe ganz fantastisch gemeistert haben. So danke ich Nick (12), Finn (12), Linda (13), Julius (13), Basti (14) und Tim (16) für ihren tollen Einsatz und ihre unglaublich hilfreiche Kritik! Sie haben mich auf zahlreiche sprachliche Probleme aufmerksam gemacht und mir bezüglich der Glaubwürdigkeit der Charaktere sehr geholfen.

Jugendsprache im Jugendbuch - "Alter" statt "Oha"
Jugendsprache im Jugendbuch - "Hässlichkeiten" statt "hässliche Gestalten"
Jugendsprache im Jugendbuch - "Handy" statt "Smartphone"

Ohne die Kritik meiner jugendlichen und erwachsenen Testleser wäre dieses Buch heute ein ganz anderes!

Geheimnisvolle Jagd

Band 1Band 2Band 3 (ab 14)
Jugendbuch ab 11 JahrenJugendbuch ab 12 JahrenJugendbuch ab 13 Jahren
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Kinderbuch Lesung Persönliches Verlag

Erlebnisbericht von der Buch Berlin 2016 u.a.

Rückblick auf die Lesungen und Messen im November

Besuch von einem Fan der ersten Stunde
Besuch von einem Fan der ersten Stunde

Der November 2016 war mein bislang aktivster Monat bezüglich Buchmessen und Lesungen. Der Monat begann mit meiner Reise nach Dresden zur Schriftgut. Diese Buchmesse war meine erste Messe außerhalb Berlins und Umgebung und für mich ein spannendes Experiment. Ich war am Donnerstag, den 03.11., angereist, um am “Schulerlebnistag” am Freitag teilnehmen und aus meiner Kinderbuch-Reihe lesen zu können.
Leider lag mein Stand sehr weit abseits von den anderen Teilnehmern dieses Events, sodass um mich herum leere Stände waren und ich auch kaum Besucher hatte. Meine Lesung war mit circa sechs Zuhörern auch nicht so gut besucht, wie erhofft.
Die Messe fand parallel zu einer Spielemesse statt – mit unfassbaren Besucherzahlen von durchschnittlich 16.000. Als Kinderbuchverlag sollte man deswegen aber keine Wunder bei seinen Stand-Besucherzahlen erwarten. Die Konkurrenz der digitalen Spielewelten war enorm und viele Kinder waren danach einfach zu müde, um sich noch mit Büchern zu beschäftigen. Dennoch kamen einige Eltern und Kinder zu unserem abgelegenen Stand und mit 24 verkauften Büchern war das meine beste Messe überhaupt.
Außerdem habe ich einen echten Fan der ersten Stunde getroffen, hilfreiches Feedback eines Probelesers für mein kommendes Jugendbuch bekommen und viele nette Kollegen getroffen. Das war die Anreise wert, doch würde ich keine Vorabendanreise bzw. den Schulerlebnistag mehr einplanen, sondern erst am Samstag früh anreisen und aufbauen.

Urkunde zum Vorlesetag
Urkunde zum Vorlesetag

Zwei Wochen später, am 18.11.2016, nahm ich das 2. Mal beim Bundesweiten Vorlesetag teil, dieses Mal in der Robert-Reinick-Grundschule in Berlin. Gleich zu Beginn wurde ich vom Team der Schülerzeitung interviewt, das mir sehr interessante Fragen gestellt hat. Im Anschluss las ich 2 x hintereinander vor zwei 2. Klassen aus meinem Kinderbuch “Die Reise nach Himmelblau”. Zuerst war ich verblüfft, weil sich ganz zu Beginn alle Kinder auf einmal meldeten, doch in Wahrheit haben sie sich gegenseitig nur mit dem “Fuchs” Ruhe signalisiert (Daumen, Ring- und Mittelfinger berühren sich, kleiner und Zeigefinger nach oben). Da konnte ich noch was lernen (mein Sohn kannte das, es ist jedoch nie zur Anwendung gekommen, vermutlich, weil er zuhause nicht leise sein will).
Ein Kind fragte mich nach meinem Alter. Ich forderte zu Schätzungen auf (ja, ich liebe das Risiko) und die erste Schätzung war 7 Jahre unter der Realität (und entspricht dem Alter meiner jungen Frau). Das fand ich dann doch sehr erfreulich, denn Kinder sagen ja stets die Wahrheit 🙂

Am nächsten Tag öffnete die Buch Berlin 2016 im Estrel ihre Pforten. Samstag früh wurden wir von einem Einweiser hektisch zu einer zweckentfremdeten Ausfahrt gescheucht. Wir bauten dann zügig unseren Stand auf, doch leider hing ich wegen einer Erkältung durch und überließ meiner Frau den Stand am Samstag komplett (lieben Dank an meine tolle Frau!). Am Nachmittag kam ich zurück und wollte wieder in die umfunktionierte Ausfahrt fahren, doch die war zu und vom Einweiser fehlte jede Spur. Aber wo war jetzt die richtige Einfahrt? Ich probierte alles aus, was auch nur annähernd nach einer Einfahrt aussah. So landete ich zunächst in einer unterirdischen, später in einer oberirdischen Durchfahrt für Taxis und Rettungswagen. Meine Nerven lagen blank, doch dann fand ich endlich die richtige Zufahrt. Sie kommt SOFORT nach dem Abbiegen in die Seitenstraße und wenn man sie verpasst, findet man sie nie wieder. Ich finde ja, dass wir zu viele Verkehrsschilder auf unseren Straßen haben, aber hier wäre ein großes, deutlich sichtbares (und beleuchtetes, am besten blinkendes) Schild nicht verkehrt.
Für die Messebesucher war jedoch nicht nur die riesige Monsterbaustelle der Stadtautobahn, die das gesamte Umfeld wie eine Brutstätte für Uruk-Hais aussehen lässt, ein Problem, es galt auch S-Bahn-Ersatzverkehr.
Wenn man als Besucher und Aussteller die Anreise erst einmal überstanden hatte, war die neue Location sehr schön. Trotz der Widrigkeiten kamen zahlreiche Besucher und im Gegensatz zur Schriftgut waren wir mit unserem Stand auch mitten drin.

Erlebnisbericht von der Buch Berlin 2016 u.a.
Meine Frau auf der Buch Berlin 2016

Am Sonntag ging es mir etwas besser und ich blieb den ganzen Tag vor Ort, die meiste Zeit jedoch hing ich auf einer gemütlichen Lounge-Couch ab, auf der ich fast eingeschlafen wäre. Leider hatte ich keine Power, um die interessanten Stände der anderen Verlage zu besuchen. Als dann meine Lesung anstand, kratze ich meine letzten Reserven zusammen und las aus meinem Kinderbuch – ausnahmsweise mal mit Lutschbonbon im Mund. Das war kompliziert, aber trotzdem machte mir diese Lesung viel Spaß. Es war schön, die Begeisterung der Kinder unmittelbar zu erleben.
Als die Messe vorbei war, ging ich mit meinem Sohn zum Auto. Dabei lief mir im Fahrstuhl noch Hagen Ullrich über den Weg und ich konnte einen Blick auf seinen Dienstwagen vom Bundesamt für magische Wesen werfen. Meine Frau wollte nachkommen und wir warteten abfahrbereit. Und warteten. Und warteten. Leider war ihr Handy außer Betrieb und so warteten wir noch weiter. Doch niemand kam. Wo steckte meine Frau? Wir fanden sie im Erdgeschoss und sie sagte, dass da, wo unser Auto gestanden hatte, ein anderes Auto stand. Ich führte sie dann zum Fahrstuhl und drückte auf “-2”.
“Oh!”, sagte sie dann. “-2, interessant …” Ja, sie hatte uns auf “-1” gesucht und die “-2” als völlig absurd und undenkbar eingestuft. In der Tat waren wir auf der Etage nur ganz knapp unter der Erde, da erschien es wirklich unwahrscheinlich, sooo tief  zu sein. Nein, “-2” ging gar nicht! Doch, es ging. Endlich saßen wir alle im Auto, da versagte das Tor der Ausfahrt und wir steckten fest.
Das passte alles schön zu meinen Anreise-Erlebnissen. Dank der fröhlichen Erstickungsgefahr-Warnschilder bekam mein Sohn hinter mir langsam Panik und ich musste ein wenig unsere Lage euphemisieren (“wir werden schon nicht ersticken, wir bemerken das rechtzeitig, wenn die anderen im Parkhaus tot umfallen”). Dann ging das Tor endlich auf und wir hatten Feierabend.
Ich bin sehr gespannt, wo die Buch Berlin nächstes Jahr stattfinden wird und bin dann hoffentlich topfit.

Eine Woche später stand nun das letzte Event des Monats an. Im Land Brandenburg sind meine Kinderbücher vermutlich bekannter als in meiner Heimatstadt, denn von dort kommen mehr direkte Bestellungen oder Lesungsanfragen, wie kürzlich die Anfrage zur Teilnahme am Schmökerabend in der Hochschulbibliothek der TH Wildau.
Das Team der Hochschulbibliothek organisierte am 1. Advent-Wochenende mit den Stadtbibliotheken von Wildau und Königs Wusterhausen sowie der Thalia-Buchhandlung des A10-Centers den 6. öffentlichen Schmökerabend. Die Fachbibliothek mit 1.400 Quadratmetern auf drei Etagen wurde zu diesem Event ein großer Lesesaal mit Übernachtungsmöglichkeit. Als Rahmenprogramm gab es eine Nachtwanderung, eine Schreibwerkstatt, einen Roboter und mehr.
Am letzten Samstag las ich dort vor circa 100 Kindern und Erwachsenen, das war meine bislang größte Lesung überhaupt. Im Anschluss stellte ich Verständnis-Fragen, die die Kinder mit großer Begeisterung beantworteten. Danach erzählte mir ein 6-jähriger Junge, dass er das Buch ganz toll fand. Ihm gefiel am besten, dass der Elfenjunge Purzel Michael so schön seine Welt zeigt und mit ihm so tolle Dinge erlebt. Es war ein sehr schöner Abend und ich danke dem Team der Bibliothek für die Einladung und für das nette Geschenk (ein japanisches Tee-Service).

Jetzt ist dieser spannende Monat vorbei, und ich wünsche allen meinen Lesern eine besinnliche Weihnachtszeit!